Mallorca gilt als Lieblingsinsel der Deutschen. Hier finden Sie die neuesten Nachrichten von der Insel, die als 17. Bundesland gilt.++ Gruppen Jugendlicher gehen aufeinander los (02.07.2023) ++In dem zu Palma gehörenden Ort S'Aranjassa hat es in der Nacht zu Sonntag eine Massenschlägerei gegeben. Wie "Mallorca Zeitung" berichtet, gingen Dutzende Jugendliche gegen 4 Uhr morgens bei einer Fiesta aufeinander los. Es werde davon ausgegangen, dass es sich um eine Racheaktion gehandelt hat. Bereits vor wenigen Tagen hatte es bei den Fiestas im Nachbardorf Sant Jordi einen Zwischenfall mit Jugendlichen aus S'Aranjassa gegeben. Als die Gruppen Jugendlicher sich nun erneut begegneten, sei die Situation eskaliert. Anwohner kritisierten, dass die Polizei sich nicht vor Ort zeigte.++Privatdetektiv gegen Sauftourismus (30.06.2023)++Im Kampf gegen den sogenannten Sauftourismus auf Mallorca wollen die Hoteliers an der Playa de Palma in diesem Sommer wieder einen Privatdetektiv einsetzen. Das hat der kommissarische Vorsitzende des Hotelierverbandes der Playa (AHPP), José Antonio Fernández de Alarcón, in einem Interview des regionalen Senders IB3 mitgeteilt, wie die "Mallorca Zeitung" am Freitag berichtete. Wann der Detektiv die Arbeit aufnehme und wie lange sein Einsatz dauere, stehe allerdings noch nicht fest. Der AHPP teilte auf Anfrage mit, man sei noch in der Planungsphase.Aufgrund der Exzesse am berüchtigten "Ballermann", der deutschen Urlauberhochburg im Süden der spanischen Mittelmeerinsel, setzte der AHPP im vergangenen Sommer zum ersten Mal einen Privatermittler ein. Der Mann habe innerhalb von nur neun Tagen 812 Verstöße mit Fotos und Videos dokumentiert – "und das allein in drei Straßen", betonte Fernández de Alarcón.Zu den Exzessen, die nach Beobachtung von Unternehmern und Anwohnern am "Ballermann" jedes Jahr schlimmer werden, gehören unter anderem Diebstähle, Prügeleien, Alkoholkonsum auf der Straße und der Verkauf von Alkohol außerhalb der erlaubten Zeiten. Ermittlungen durch die Ortspolizei gebe es fast nie, erklärte Fernández de Alarcón. Dieses Jahr wolle man nun selbst Anzeigen erstatten.++ Uber plant ein Wasser-Taxi nach Mallorca (30.06.2023) ++Der weltweite Vermittlungsdienst zur Personenbeförderung Uber hat angekündigt, sein Angebot für Shuttle-Boote auf Urlaubsregionen im Mittelmeer auszuweiten. In den USA und England befördern die Wasserfahrzeuge seit einigen Jahren Passagiere an ihr Ziel.Auf der griechischen Insel Mykonos soll das neue Angebot getestet werden. Sollte dies erfolgreich laufen, möchte das Unternehmen das Projekt auch in anderen Regionen wie Mallorca starten. Auf Mykonos hat Uber bereits damit begonnen, eine maritime Flotte aufzubauen. Dafür kooperieren sie mit lokalen Charterfirmen und Bootsbesitzern.Um zukünftig mit einem Uber-Boot fahren zu können, müssen Nutzerinnen und Nutzer nichts weiter tun. Die Wasserfahrzeuge werden, wie die Autos und Fahrräder auch, angezeigt, wenn sie sich in der Nähe befinden und sind einfach über die App zu buchen. Auch der Preis und die geschätzte Ankunftszeit werden wie gewohnt angezeigt.++ Sauftourismus macht Mallorca kaputt (26.06.2023) ++ Die Auswüchse des Sauftourismus meist deutscher Urlauber am Ballermann auf Mallorca haben den Einheimischen dieses Jahr nach Worten des Gastronomie-Unternehmers Juan Ferrer einen Schock versetzt."Das können wir uns nicht mehr leisten. Ich würde sagen, dass die Ballermänner ihr Spielzeug kaputt gemacht haben dieses Jahr", sagte der Präsident der Qualitätsoffensive Palma Beach. Die private Initiative von Hoteliers und Restaurant-Inhabern der Gegend bemüht sich seit Jahren um ein besseres Image des Ballermanns und setzt auf gehobeneren Tourismus.Den Ballermann gebe es schon seit 45 Jahren, aber erst in den vergangenen zehn Jahren sei die Lage eskaliert. "Jetzt ist die ganze Promenade zweieinhalb, drei Kilometer lang, von Leuten übernommen worden, die total besoffen sind", klagt Ferrer.Vergangenes Jahr, dem ersten nach Corona, habe man noch Nachsicht gehabt. "Wir haben gesagt, lasst die Jungs feiern. Aber wir hatten gedacht, dass sie sich dieses Jahr ohne Corona-Ausrede benehmen würden", sagt Ferrer. "Das Schlimmste ist, dass die Leute auf der Straße feiern. Den ganzen Tag besoffen und sich übergeben", klagt er. Diese Zustände vergraulten andere Touristen.Die neue konservative Inselregierung wolle nun Maßnahmen wie in Amsterdam ergreifen. Dort sei es schon seit Jahren verboten, auf der Straße Alkohol zu trinken. "Wir kapitulieren nicht, sondern arbeiten weiter für einen qualitativ hochwertigeren Tourismus", betont Juan Ferrer.++ Rekordpreise auf den Balearen (25.06.2023) ++Die Balearen verzeichnen in dieser Saison die höchsten Preise aller Zeiten, berichtet das "Mallorca Magazin". Die Hotelpreise stiegen im Vergleich zu den Zeiten vor der Corona-Pandemie um mehr als als 26 Prozent, im Vergleich zum vergangenen Jahr um 8,7 Prozent.Den höchsten Anstieg verzeichneten Ibiza und Formentera, wie das Magazin unter Berufung auf das Institut für Statistik der Balearen berichtet. Gleich danach folgten Mallorca und Menorca.Eine durchschnittliche Zimmerrate (der Preis, den ein Gast im Schnitt für ein Zimmer an einem Tag bezahlt) beträgt derzeit rund 104 Euro, 2019 waren es noch etwa 82 Euro. Die Preisspanne auf den Balearen liegt demnach zwischen 69 Euro (Ein-Stern-Hotel) und im Schnitt 288 Euro (Fünf-Sterne-Hotel).Die massiven Preiserhöhungen seien das Ergebnis der gestiegenen Nachfrage nach Luxus- und hochwertigen Unterkünften, heißt es weiter. Offenbar stieg die Zahl skandinavischer, Schweizer und US-Touristen, die diese Marktsegmente bevorzugen. Abgesehen von den hohen Hotelpreisen spürten sowohl Touristen als auch Einheimische die steigenden Kosten beim Einkauf und der Wohnungssuche auf Mallorca. ++ Warnstufe Gelb: Hitze und Saharastaub gefährden Sommerurlaub (21.6.2023) ++Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang gibt es auf Mallorca wieder eine Hitzewarnung. Aktuell gilt die Warnstufe Gelb. Dazu kommt starker Wind in etwa 1,5 Kilometern Höhe, sodass heiße Luftmassen aus der Sahara in Richtung der Balearen strömen. Dadurch wirkt es diesig und die Balearen-Regierung hat wegen der hohen Staub-Konzentration in der Luft eine Warnung ausgegeben.Längere und anstrengende Aktivitäten unter freiem Himmel sind nicht empfehlenswert. Insbesondere ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollen möglichst im Haus bleiben. Wegen der hohen Temperaturen um 36 Grad ist es ohnehin besser, sich nicht zu viel draußen und schon gar nicht in der Sonne aufzuhalten. ++ Großer Fang: Angler fangen versehentlich Drei-Meter-Hai (20.6.2023) ++Für wissenschaftliche Zwecke wollte die Besatzung der "Estopeig" vor dem Cap Formentor Thunfische fangen. Doch dann biss in den Tiefen des Meeres etwas anderes an. Eine Stunde bewegte sich die Schnur jedoch kaum, die Angler dachten bereits, der Haken sei irgendwo stecken geblieben. Dann, so berichteten sie es dem Magazin "Gaceta Náutica", setzte sich der Fang langsam in Bewegung.Nach einer weiteren Dreiviertelstunde tauchte er endlich auf: ein drei Meter langer Grauhai. Die Tiere befinden sich normalerweise in bis zu 2.000 Metern Meerestiefe und ernähren sich von Meeresfrüchten wie Krebstieren und Garnelen sowie Fischen und Aas. Grauhaie bewegen sich sehr langsam, Angriffe auf Menschen sind nicht bekannt. Sie sind außerdem gefährdet und stehen auf der Roten Liste. Das ist auch den Anglern bekannt, die den Hai zügig von der Angelschnur befreiten und dem Magazin versicherten, dass sie nie die Absicht hatten, solch ein Tier zu fangen. ++ Frau gerät in Bootsschraube – tot (19.6.2023) ++Eine 34 Jahre alte Urlauberin hat am Sonntag auf Mallorca einen schweren Bootsunfall nicht überlebt. Die Inderin war gemeinsam mit zwei Mitreisenden und weiteren Urlaubern auf einem Freizeitboot unterwegs. Aus noch ungeklärten Gründen fiel sie ins Wasser, während das Schiff in Bewegung war und wurde von der Schiffsschraube erfasst. Das berichtet die "Mallorca Zeitung" mit Verweis auf eine Mitteilung der Guardia Civil.Der Kapitän, dessen Boot zu dem Zeitpunkt vor dem abgelegenen und unbewachten Naturstrand S'Arenalet d'Aubarca lag, sei sofort ins Wasser gesprungen und habe die schwer verletzte Frau geborgen. Ein Rettungswagen brachte die Urlauberin dem Bericht zufolge ins Krankenhaus nach Inca, wo aber nur noch ihr Tod festgestellt werden konnte. Die Guardia Civil hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.++ Deutscher nach Angriff auf Frau in Flugzeug festgenommen (17.6.2023) ++Ein deutscher Tourist ist auf Mallorca von der Polizei in einem bereits startklaren Flugzeug festgenommen worden, weil er eine Frau geschlagen und erheblich verletzt haben soll. Der 20-Jährige habe sich bereits am vergangenen Mittwoch in der Nähe des Ballermanns an dem Auto des Opfers zu schaffen gemacht, teilte die Polizei am Samstag mit. Als die Frau ihn zur Rede stellte, soll er sie geschlagen haben. Die Frau habe eine Platzwunde am Kopf sowie eine gebrochene Nase erlitten und sei bewusstlos geworden. Ob der junge Mann zum Tatzeitpunkt betrunken war, wurde nicht mitgeteilt.Als der Tourist die Insel am nächsten Tag habe vorzeitig verlassen wollen, hätten ihn Beamte im letzten Augenblick aus der schon startklaren Maschine holen können, hieß es in der Mitteilung der Polizei weiter. Wie Lokalmedien berichteten, wurde der Verdächtige später gegen eine Kaution in Höhe von 5000 Euro aus der Untersuchungshaft entlassen und durfte seinen ursprünglich für Samstag geplanten Heimflug antreten. Dem Mann droht in Spanien ein Strafverfahren wegen Körperverletzung.++ Schlechte Neuigkeiten für Mallorcas Umweltschutz (15.6.2023) ++Die spanische Umweltorganisation "Ecologistas en Acción" hat wieder ihren Bericht "Schwarze Flaggen 2023" veröffentlicht. Darin werden die schlimmsten Umweltprobleme aller spanischen Provinzen aufgezeichnet. Die beiden schwarzen Flaggen der Balearen gehen an Mallorca: für einen Strand mit erhöhter Verschmutzung im Küstenort Colònia de Sant Jordi und insgesamt für schlechtes Umweltmanagement an den Küsten der gesamten Insel.Grund dafür ist der Partytourismus. Die Partyboote, die teilweise bis spät in die Nacht feiern, verursachen viel Lärm und Müll, der auch im Meer entsorgt wird. Das schlechte Umweltmanagement ist auf die fehlende Jetski-Kontrolle in Mallorca zurückzuführen.Diese stellen neben einer Gefahr für Badegäste auch ein erhebliches Problem für bedrohte Arten wie Meeresschildkröten dar. Denn die Jetskis sind häufig in Naturschutzgebieten unterwegs und verursachen dort viel Lärm, der die Tiere stört. ++ 2.300 Euro für Bier bei einer Bestellung (13.6.2023) ++ Ein Fußballverein stellte einen neuen Rekord am Playa de Palma auf. Der FV Bonn-Endenich 1908 zelebrierte den erstmaligen Aufstieg in die fünfte Liga. Zur Feier des Tages gab es Bier – und zwar 1.000 0,2-Liter-Gläser für je 2,30 Euro.Wie viele davon am Ende wirklich getrunken wurden, ist nicht bekannt. Aber die 50 Vereinsmitglieder waren nicht geizig. Sie teilten die Bestellung auch mit anderen Gästen. Bestellt wurde übrigens um neun Uhr morgens. ++ Meeresschildkröte legt Eier am Strand von Palma (8.6.2023) ++Es grenzt an eine kleine Sensation: Ausgerechnet am belebten Stadtstrand von Palma de Mallorca hat eine Meeresschildkröte (Caretta caretta) ihre Eier gelegt. Am Can Pere Antoni gibt es somit nun die erste Eiablage einer Schildkröte überhaupt auf Mallorca. Das berichtet die "Mallorca Zeitung"Das Nest enthält den Wissenschaftlern zufolge 106 Eier, 26 davon werden im Meeresforschungslabor LIMIA künstlich bebrütet, um die Schlupfwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Die restlichen Eier werden von der Umweltbehörde bewacht und wurden eingezäunt, um sie zu schützen. Guillem Félix von der Artenschutzbehörde sagte der "Mallorca Zeitung": "Wir stehen gerade am Anfang der Brutzeit dieser Art und es ist daher wahrscheinlich, dass weitere Nistversuche verzeichnet werden, entweder von diesem oder anderen Exemplaren."++ Mallorquiner protestieren gegen Partytouristen (8.6.2023) ++Die Gastronomen, Hoteliers und Clubbetreiber Mallorcas haben dringend schärfere Maßnahmen gegen sogenannte Saufurlauber gefordert. Die Lage an der deutschen Urlauberhochburg Playa de Palma sei inzwischen "alarmierend" und "unhaltbar", beklagten die wichtigsten Unternehmerverbände dieses Gebiets der spanischen Urlaubsinsel in einer gemeinsamen Pressemitteilung. "Jetzt reicht's", heißt es in dem "dringenden Aufruf" an die Behörden.Mit ihrem schlechten Benehmen beschmutzten zahlreiche Touristen zunehmend das Image der Playa de Palma, klagen der Hotelierverband AHPP, der Gastrozusammenschluss CAEB und der Nachtclubverband ABONE. Sie fordern von den für den "Ballermann" zuständigen Behörden drastische Maßnahmen, wie sie etwa die niederländische Metropole Amsterdam eingeführt habe. Die auf den Straßen verhängten Bußgelder müssten etwa sofort an Ort und Stelle bezahlt werden, heißt es.Die Unternehmer warnen, die Lage könne in Zukunft noch schlimmer werden, wenn den "Saufurlaubern" nicht bald Einhalt geboten werde. "Nicht nur die Gegenwart, auch die Zukunft des wichtigen Tourismusgebiets" sei gefährdet, wenn es nicht bald unter anderem eine stärkere Polizeipräsenz und mehr Kontrollen gebe.++ Fahrdienst Uber kommt nach Mallorca (8.6.2023) ++Mit 40 Fahrzeugen startet der private Fahrdienst Uber nun auch auf Mallorca. Das berichtet das "Mallorca Magazin". Die Fahrer sind via App buchbar und sollen bereits in dieser Woche unterwegs sein. Ab Donnerstag, 9 Uhr, soll der Fahrdienst in Palma, Llucmajor, Calvià und Andratx buchbar sein. Die ersten Fahrzeuge sind bereits auf der Insel eingetroffen – mit spezieller Mallorca-Lackierung. Zuvor hatte es dem Magazin zufolge Diskussionen und eine Gerichtsentscheidung zum Thema private Personenbeförderung gegeben. Insbesondere die Taxi-Branche auf der Insel hatte sich gegen die Einführung von Uber gewehrt. +++Dieser Ticker wurde neu aufgesetzt, ältere Nachrichten finden Sie hier.Allgemeine Informationen zu MallorcaAnreise: Die meisten Mallorca-Urlauber landen mit dem Flugzeug in der Hauptstadt Palma de Mallorca und verteilen sich von dort über die Insel. Es gibt zahlreiche Verbindungen von allen größeren deutschen Flughäfen sowohl von etablierten Fluglinien als auch von Billigfliegern. Durch die Vielzahl der Angebote sind die Flüge oft sehr günstig, ein Vergleich lohnt sich. Als Einreisedokument genügt ein gültiger Personalausweis.Reisezeit: Badeurlauber kommen vor allem in den heißen Sommermonaten Mitte Juni bis Anfang September. Im Frühjahr und Herbst bietet sich die Insel für Aktivurlauber an. Im Winter gibt es häufig günstige Angebote für Langzeiturlauber wie Senioren. Allerdings müssen Besucher außerhalb der Hauptsaison mit Einschränkungen der Infrastruktur rechnen.Mietwagen: Die flächenmäßig größte Baleareninsel erkunden Urlauber gerne per Mietwagen. Vor allem in der Hauptsaison empfiehlt es sich, rechtzeitig zu buchen. Hier kann es hin und wieder zu Engpässen kommen.Internet: Offizielles Tourismusportal www.infomallorca.net