"Vorsicht" am Arbeitsmarkt: Unternehmen wollen weniger Personal einstellen
Die Unternehmen in Deutschland werden bei der Einstellung von Personal zurückhaltender. So erklären Experten die Unsicherheit am Arbeitsmarkt.Warnsignale vom bislang so robusten deutschen Arbeitsmarkt: Rezession und eingetrübte Konjunkturaussichten lassen die deutschen Unternehmen nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts und der Bundesagentur für Arbeit vorsichtiger beim Einstellen neuer Mitarbeiter werden. Das Beschäftigungsbarometer sank im Mai auf 98,3 Punkte, nach 100,2 Punkten im April, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner Firmenumfrage mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit Oktober 2022."Weniger Neuaufträge und steigende Unsicherheit lösen Zurückhaltung bei den Unternehmen aus", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Auch im zuletzt positiv gestimmten Dienstleistungssektor nimmt die Vorsicht zu."Stellenindex: Dritter Rückgang in FolgeAuch der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit – ein Indikator für die Arbeitskräftenachfrage – sank im Mai: Er gab um zwei auf 122 Punkte nach. Mit dem dritten Rückgang in Folge liegt das Barometer mittlerweile 17 Zähler unter dem im Vorjahresmonat erreichten Rekordhoch."In den meisten Wirtschaftszweigen bleibt die Nachfrage unverändert oder geht zurück, obwohl im Frühjahr meist eher Zunahmen zu verzeichnen sind", betonte die Bundesagentur, die die bei ihr gemeldeten Stellen auswertet.Dämpfer für DienstleisterÄhnliches fanden die Ifo-Forscher heraus. In der Industrie hat sich die Lage kaum geändert: Einstellungs- und Entlassungspläne halten sich hier im Moment die Waage. Gleiches gilt auch für den Bau, dem steigende Material- und Zinskosten zu schaffen machen.Im Dienstleistungssektor hat das Barometer dagegen einen deutlichen Dämpfer erlitten: Während im IT-Bereich weiter eingestellt werden soll, denken etwa Unternehmen im Grundstücks- und Wohnungswesen über Entlassungen nach.Im Handel sank die Einstellungsbereitschaft sogar auf den niedrigsten Wert seit März 2021. "Immer mehr Händler gehen aufgrund der schwierigeren Geschäftslage davon aus, mit weniger Personal auszukommen", betonte das Ifo-Institut.Weniger Konsum wegen hoher InflationDie deutsche Wirtschaft steckt derzeit in einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im ersten Quartal um 0,3 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr, nachdem es im Vorquartal sogar um 0,5 Prozent gesunken ist. Hauptgrund für die Konjunkturflaute sind zurückhaltende Verbraucher, die angesichts von Kaufkraftverlusten als Folge der anhaltend hohen Inflation weniger konsumieren.Ein kräftiger Aufschwung ist derzeit nicht in Sicht. Der Ifo-Geschäftsklimaindex – der wichtigste Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft – trübte sich im Mai erstmals nach sechs Anstiegen in Folge ein. Viele Ökonomen gehen inzwischen davon aus, dass Europas größte Volkswirtschaft auch im Gesamtjahr 2023 schrumpfen könnte.
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