Vergleich: Schulranzen im Test: Scout-Rucksack landet auf letztem Platz
Kaum ist die Einschulung in Sicht, schon fiebern viele Kinder ihrem großen Tag entgegen. Besonders die Wahl des ersten eigenen Schulranzens sorgt für massig Aufregung – auch bei den Eltern. Neben der Federmappe, bunten Mappen und einer neuen Brotdose, gehört ein stylischer Ranzen einfach zum Grundinventar dazu. Eltern denken aber deutlich weiter: Welcher Rucksack ist ergonomisch? Welches Gewicht darf er maximal haben? Fragen über Fragen.
Das Verbraucherportal Imtest hat jetzt fünf Schulranzen für Grundschulkinder getestet und überrascht mit einem Ergebnis: Denn der Schulranzen von Scout, der Marke vieler 2000er-Kids, landet abgeschlagen auf dem letzten Platz. Wer der Sieger im Schulranzen-Test ist und wen Stiftung Warentest ganz vorn sieht, zeigen wir hier.
Schulranzen im Test: Dieser Tornister schlägt Verkaufsschlager von Scout
"Wow, sind die Schulranzen der Kinder schwer!" Unsere Eltern haben schon vor Jahrzehnten über die Last auf unseren Rücken gejammert. Heutzutage ist es ähnlich: Mappen, Bücher und Federetui gehören trotz Digitalisierung in den Ranzen. Doch welcher Rucksack bricht unter der Last an Büchern zusammen? Imtest hat einen Schulranzen-Sieger unter fünf Modellen im Praxis-Test gefunden: der Schulrucksack von Ergobag.
Den Testern fällt bei diesem Modell vor allem die große Design-Vielfalt auf: Den Schulranzen gibt es nämlich in über 29 Looks. Doch ganz abgesehen davon überzeugt der Schulranzen im Test in Sachen Ergonomie. Er sitzt mittig auf dem Rücken, in wasserdichten Außenfächern lassen sich Trinkflasche und Brotdose gut verstauen.
Damit alles an Ort und Stelle bleibt, können Kinder ihre Bücher und Mappen dank Kordelzug festzurren. Der Rucksack schließt magnetisch, allerdings geht der Verschluss den Test-Experten zufolge bei Stürzen hin und wieder auf. Das ist zu verkraften, da ansonsten alles fest im Schulranzen sitzt. Für Sicherheit sorgen eine Handvoll Reflektoren, die sich über den Ranzen verteilen. Trotz eines recht hohen Gewichts von 1.400 Gramm (ohne Inhalt) gewinnt Ergobag mit einer Gesamtnote von 1,7.
- Designs: über 29 (+ Aufstecker)
- Gewicht: 1,4 Kilogramm
- Größeneinstellung: stufenlos
- Zubehör: Sportrucksack, 5 Kletties, DIN-A4-Heftbox, Federmappe, Schlampermäppchen
- Preis: ab 239,99 Euro
Funfact: Nicht nur Imtest kürt Ergobag zum Testsieger. Bereits 2019 gewann die Marke im großen Ranzen-Check der Stiftung Warentest. Damals verglich das Testmagazin 22 Schulranzen miteinander. Als Sieger entpuppte sich der "Cubo Neo Illumibär", der allerdings nicht mehr im Handel ist. Das Modell ist baugleich zu dem Imtest-Sieger 2023. Pluspunkte sammelte er dank einer tollen Sichtbarkeit, einem Top-Tragekomfort und durch das stufenlos verstellbare Rückenteil.
Scout belegt letzten Platz im Test: Trotzdem Top-Ergebnis!
Schnell fällt im Schulranzen-Test von Imtest auf: Kein Produkt fällt gänzlich negativ auf. Mit der schlechtesten Note (2,2) landet die bekannteste Marke im Rennen auf dem fünften und damit letztem Platz. Der Scout-Rucksack "Genius" bekommt wenige Abzüge in der B-Note, da sein Zubehör kleiner ausfällt als bei den Konkurrente. Statt einer Außentasche für eine Trinkflasche muss ein kleiner Platz hinter einem Reißverschluss reichen.
Alles andere wie Ergonomie, Handhabung, Sicherheit, Wasserdichte & Co. überzeugte die Tester. Mit 19 Litern Füllmenge ist der Ranzen aber im Test das Modell mit dem wenigsten Stauraum für Materialien. Der Unterschied fällt jedoch minimal aus. Dafür begeistert das kunterbunte Design, das im Straßenverkehr dank auffälliger Neonfarben sofort ins Auge sticht und auch im Dunkeln klar und deutlich erkennbar ist. Der Preis liegt bei durchschnittlich 215 Euro.
Amazons günstige Alternative: Schulranzen-Set von Belmil
Auf der Suche nach einem passenden Schulranzen für Grundschulkinder springt sofort der hohe Anschaffungspreis ins Auge. Die Schulranzen im Test kosten allesamt über 200 Euro. Das ist für manche Familien einfach zu viel, auch wenn alle Modelle langlebig sind und im Idealfall über vier Jahre in täglicher Benutzung sind.
Alternativ gibt es aber den Amazon-Bestseller von Belmil für ca. 120 Euro. Die günstige Alternative zu den Testmodellen gibt es in über 40 Designs. Im Set enthalten sind eine Griffelmappe, ein Turnbeutel sowie ein hübsch designtes Federetui. Der Schulranzen mit Brustgurt ist gespickt mit Reflektoren – das Teil ist ein Leichtgewicht (990 Gramm). Dadurch eignet der Ranzen sich toll für zierliche Kinder. Bei Amazon gibt es eine Gesamtwertung von 4,6 von 5 Sternen für ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis.
- Designs: über 40
- Gewicht: ca. 990 Gramm
- Größeneinstellung: zwei Stufen
- Zubehör: Sporttasche, Federmappe, Schlamperrolle#
Schulranzen im Test: Marken wie Ergobag und Scount allesamt "gut"
Der Schulranzen-Test bei Imtest hat vor allem eines gezeigt: Alle geprüften Modelle waren gut. Hier steht und fällt die Entscheidung vor allem mit dem Design. Kinder und Eltern können sich hier komplett austoben. Im besten Fall tragen Kinder die Ranzen zur Probe, um das perfekte Modell für ihre Statur und ihren Alltag ausfindig zu machen. Dabei müssen es nicht immer Premium-Marken sein, es können auch günstige Alternativen sein.
Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst auf rtl.de
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