Hainstadt: Neues Baugebiet "Neue Gärten" soll erschlossen werden
Buchen-Hainstadt. (rüb) Der Druck wird immer größer: Mehr als 50 Namen von Bauwilligen stehen inzwischen auf der Liste von Hainstadts Ortsvorsteherin Regina Schüßler. Freie Bauplätze in städtischem Besitz gibt es aber keine mehr. Umso mehr freut sie sich, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend in der Stadthalle die Erschließung des neuen Baugebiets "Neue Gärten" wieder ein Stück vorangebracht hat. So wurde die gesetzliche Baulandumlegung beschlossen, die vom Fachdienst Vermessung des Landratsamts durchgeführt werden soll.
Gut 30 Bauplätze sollen in dem neuen Baugebiet entstehen. Aktuell läuft die Aufstellung des Bebauungsplans, die, so Fachbereichsleiter Günter Müller auf Nachfrage der RNZ, in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Die Erschließung solle dann in den Jahren 2022/23 erfolgen.
Günter Müller zeigte auf, dass es bereits seit dem Jahr 2000 einen Umlegungsbeschluss für das Gebiet "Neue Gärten" gebe. Das Verfahren sei jedoch nicht fortgeführt worden, auch weil klar geworden sei, dass der Bebauungsplan in Sachen Straßenführung und Ausbaubreite sowie Grundstückszuschnitte überarbeitet werden muss. Deshalb – und aufgrund der starken Nachfrage nach Bauplätzen in Hainstadt – laufe derzeit die Änderung des Bebauungsplans. Um möglichst zügig voranzukommen, soll eine gesetzliche Baulandumlegung im Parallelverfahren durchgeführt werden. Dieser Vorgehensweise habe der Ortschaftsrat bereits zugestimmt.
Mit der Durchführung wurde der Fachdienst Vermessung beauftragt, der bereits das Umlegungsverfahren für das Baugebiet "Bremmwiese" betreute habe und aktuell das Verfahren für das Baugebiet "Marienhöhe" begleite. Die Kosten liegen bei 54.000 Euro.
"Hainstadt wartet dringend auf das neue Baugebiet", sagte Bürgermeister Roland Burger am Ende des Tagesordnungspunktes – eine Einschätzung, die Ortsvorsteherin Regina Schüßler nur bestätigen kann. "Unter den Interessenten sind ganz viele junge Hainstadter, die wegen Studium oder Berufsausbildung auswärts wohnen und nun zurückkehren möchten", berichtete sie. Deshalb sei es wichtig, diesen jungen Familien eine Perspektive anzubieten: "Wir brauchen die Bauplätze dringend und freuen uns, dass es jetzt vorangeht!"
