Heidelberg: Aktionärstreffen mitten im Umbruch
Heidelberg. (mk) Der Heidelberger Softwarespezialist SNP steckt mitten im Umbruch. Das dürfte auch bei der Hauptversammlung am kommenden Donnerstag deutlich werden, die wegen der Corona-Pandemie erneut nur rein virtuell stattfinden wird. Gleich über vier neue Kandidaten für den Verwaltungsrat sollen die Aktionäre dabei abstimmen. Mitte April hatten mehrere Mitglieder des Gremiums, darunter der Vorsitzende Michael Drill, ihre Mandate vorzeitig niedergelegt.
Die Rücktritte standen im Zusammenhang mit dem Tod des Gründers Andreas Schneider-Neureither im November letzten Jahres. "Mit seinem Tod hat sich für uns ein Kreis geschlossen, und uns bewogen, unsere Ämter zur Verfügung zu stellen", hatte es zur Begründung geheißen.
Zudem gibt es mit dem Heidelberger Unternehmer und Mäzen Wolfgang Marguerre einen neuen Hauptaktionär. Er war bereits seit mehreren Jahren in der SNP SE investiert und hatte seine Beteiligung im Frühjahr noch einmal signifikant bis zur heutigen Beteiligungsquote von gut 15 Prozent aufgestockt. Gleichzeitig hatte sich die Erbengemeinschaft des verstorbenen Gründers in größerem Umfang von Aktien getrennt und kommt jetzt nun noch auf knapp 13 Prozent.
SNP ist ein Anbieter sogenannter Transformationssoftware. Diese kommt zum Beispiel dann zum Einsatz, wenn in einem Unternehmen der Umstieg auf eine andere Software ansteht. In der Region ist SNP auch wegen seines umfangreichen Sportsponsorings bekannt, etwa als Namensgeber der neuen Großsporthalle "SNP Dome" in Heidelberg.
