News von heute: EU lockert Einschränkungen für Reisende aus den USA und anderen Ländern
Die News von heute im stern-Ticker.
Die News von heute im stern-Ticker:
11.34 Uhr: Wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser weiter verschlechtert
Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich weiter verschlechtert. 13 Prozent der Kliniken lagen im Jahr 2019 im "roten Bereich" mit erhöhter Insolvenzgefahr, heißt es im "Krankenhaus Rating Report" des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. Im Jahr 2020 dürften die Ausgleichszahlungen für die Einnahmeausfälle der Krankenhäuser während der Corona-Pandemie zu einem positiven Netto-Effekt führen. Ab 2022 könnte sich die Lage jedoch deutlich verschlechtern, prognostizieren die Forscher. Dem Krankenhausreport zufolge sind auch die Jahresergebnisse der Kliniken gesunken. 33 Prozent der Krankenhäuser schrieben demnach auf Konzernebene einen Jahresverlust.
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11.32 Uhr: 20 Männerleichen nahe stillgelegter Goldmine in Südafrika gefunden
Die Polizei in Südafrika untersucht den Tod von 20 Männern, deren Leichen in der Nähe einer stillgelegten Goldmine gefunden wurden. Bei den Toten soll es sich um illegale Goldgräber handeln, teilte die Polizei mit. Demnach habe man die teilweise stark verwesten Leichen außerhalb eines Minenschachtes und in der Nähe der Eisenbahngleise in Orkney, etwa 180 Kilometer südwestlich von Johannesburg, gefunden. An den in weißes Plastik gehüllten Leichen seien schwere Brandverletzungen festgestellt worden. Man werde eine Autopsie vornehmen lassen, hieß es weiter.
11.30 Uhr: Kanzleramtschef Braun kündigt Ende der Homeoffice-Pflicht an
Mit dem Auslaufen der sogenannten Bundesnotbremse in der Corona-Pandemie endet in zwei Wochen auch die darin geregelte Homeoffice-Pflicht. Darauf wies Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) in der "Wirtschaftswoche" hin. Die erst im April eingeführte Bundesnotbremse sieht vor, dass der Bund einheitliche Corona-Schutzmaßnahmen in Gebieten mit hohen Inzidenzwerten durchsetzen kann. Das Infektionsschutzgesetz ist bis zum 30. Juni befristet, allerdings hatte es innerhalb der Bundesregierung zuletzt Gespräche insbesondere über eine Verlängerung der Homeoffice-Pflicht gegeben.
11.29 Uhr: Proteste in Griechenland gegen geplantes Arbeitsgesetz
In Griechenland gibt es erneut Streiks und Proteste gegen ein umstrittenes Arbeitsgesetz, das noch im Laufe des Tages vom Parlament in Athen beschlossen werden soll. Fährverbindungen zu den griechischen Inseln fallen aus, die öffentlichen Verkehrsmittel in der Hauptstadt Athen sind für 24 Stunden lahmgelegt. Die gesetzliche Neuregelung sieht unter anderem vor, dass Arbeitstage auf bis zu zehn Stunden verlängert werden können. Die Regierung wirbt für mehr Flexibilität bei der Regelung der Arbeitszeiten, außerdem will sie mit dem Gesetz Rahmenbedingungen für das Arbeiten im Homeoffice schaffen.
11.29 Uhr: Spahn will Apotheken-Vergütung für digitalen Impfnachweis senken
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Vergütung der Apotheken fürs Erstellen digitaler Corona-Impfnachweise zum 1. Juli senken. Je Zertifikat sollen es statt jetzt 18 Euro noch sechs Euro pro Zertifikat sein, teilte der CDU-Politiker bei Beratungen mit seinen Länderkollegen mit, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die höhere Vergütung zu Beginn sollte demnach dazu dienen, Anlaufkosten etwa für Schulungen, IT-Ausstattung und Registrierungen zu finanzieren und an möglichst vielen Stellen ein Angebot für die Bürger zu schaffen. Die Zahlen der ersten zwei Tage in den Apotheken zeigten, dass dies gelungen sei. Insgesamt seien über alle Ausgabestellen inzwischen mehr als zehn Millionen digitale Impfnachweise erstellt worden, berichtete den Spahn den Angaben zufolge.
11.22 Uhr: Erste Hitzewelle 2021: bis zu 37 Grad erwartet
Die Hitzewelle steht vor der Tür. "Am Donnerstag geht es in die Vollen. Da wird es nur noch wenige Flecken geben, an denen keine 30 Grad erreicht werden", kündigte der Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach an. In vielen Regionen Deutschlands rechnet der Wetterdienst mit 35 Grad und mehr. Am Donnerstag sind im Westen einzelne Gewitter möglich. Am Freitag breiten sich die Gewitter im Westen noch ein wenig aus, gleichzeitig wird der Osten zum Hitzeherd Deutschlands. 37 Grad werden vom DWD angekündigt. Nach den bisherigen Prognosen soll die Hitzewelle Anfang nächster Woche abebben.
11.17 Uhr: Grubenunglück von Soma: Türkisches Gericht verhängt Haftstrafen
Mehr als sieben Jahre nach dem schweren Grubenunglück im westtürkischen Soma mit Hunderten Toten hat ein Gericht erneut Urteile gegen Angeklagte gesprochen. Ein Vorstandsvorsitzender der Mine sei zu 20 Jahren, zwei Ingenieure zu 12 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden, berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Demirören Haber Ajansi. Sie seien unter anderem wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung verurteilt worden. Ein Vorstandsvorsitzender wurde freigesprochen. Die Opferanwälte kündigten an, in Berufung zu gehen.
Das Unglück vom Mai 2014 in einem Braunkohlebergwerk hatte 301 Tote zur Folge. Die Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt. Die meisten der Opfer erstickten, unter anderem weil es laut Medienberichten an Entlüftungsanlagen und Schutzräumen fehlte. Hunderte Grubenarbeiter wurden verletzt. Es war das schwerste Grubenunglück in der Geschichte der Türkei.
11.15 Uhr: Indiens größte Touristen-Attraktion Taj Mahal nach Corona-Pause wieder geöffnet
Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen hat der Taj Mahal, Indiens größte Touristen-Attraktion, ihre Pforten am Mittwoch wieder für Besucher geöffnet. Die Wiedereröffnung wurde durch einige Lockerungen der Corona-Restriktionen durch die indischen Behörden möglich. Vorerst dürfen das weltberühmte Mausoleum in Agra aber maximal 650 Menschen pro Tag besuchen. Außerdem dürfen die Besucher den weißen Marmor-Bau aus Infektionsschutzgründen nach wie vor nicht berühren.
11.08 Uhr: Türkischer Zoll findet eine Tonne Kokain in Hafen von Mersin
Zollbeamte haben im Hafen der südtürkischen Stadt Mersin eine Tonne Kokain entdeckt. Es sei die größte Beschlagnahmung, die es in der Türkei je gegeben habe, teilte Handelsminister Mehmet Muş auf Twitter mit. Darunter postete er ein Foto mehrerer gestapelter brauner Pakete und gratulierte den Einsatzkräften zur ihrer Arbeit. Über den Ursprungsort der Drogenlieferung und den genauen Fundort war zunächst nichts bekannt.
10.47 Uhr: Allensbach-Umfrage: Deutsche sehen Meinungsfreiheit in Gefahr
Die Mehrheit der Deutschen sieht die Meinungsfreiheit laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage in Gefahr. Nur 45 Prozent der Befragten haben noch das Gefühl, die politische Meinung in Deutschland könne frei geäußert werden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Das sei mit Abstand der niedrigste Wert, seit das Institut für Demoskopie Allensbach im Jahr 1953 zum ersten Mal danach gefragt habe. Demnach gaben 44 Prozent der Befragten an, es sei besser, vorsichtig zu sein. Als Themen, bei denen besser aufgepasst werden sollte, nannten 59 Prozent den Islam, 28 Prozent "Vaterlandsliebe und Patriotismus" und 19 Prozent die Gleichberechtigung von Frauen. Am positivsten bewerteten Sympathisanten von Grünen und Union die Lage der Meinungsfreiheit.
10.46 Uhr: Corona-Variante Lambda: WHO beobachtet Ausbreitung in Lateinamerika
Eine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Corona-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aufgrund ihrer Mutationen könnte die Virus-Version mit dem Namen Lambda möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden, berichtete die Genfer UN-Behörde in der Nacht. Belastbare Studien und gesicherte Erkenntnisse dazu lägen jedoch noch nicht vor. Die Variante wurde erstmals im August 2020 in Peru identifiziert. In dem Land wurden seit April 81 Prozent aller analysierten Corona-Fälle Lambda zugeordnet. In Argentinien und Chile waren es in den vergangenen Monaten rund ein Drittel.
10.38 Uhr: Seenotrettungs-Kapitän Reisch: Verhandlung in Italien über Strafbefehl
Vor gut zweieinhalb Jahren steuerte er sein Schiff mit mehr als 100 Flüchtlingen in einen italienischen Hafen und bekam einen Strafbefehl. Nun soll der Fall von Kapitän Claus-Peter Reisch aus Landsberg am Lech in Italien verhandelt werden. Ein Gericht in Ragusa auf Sizilien solle heute über den Strafbefehl von 300.000 Euro verhandeln, sagte Reisch der Deutschen Presse-Agentur. Reisch war im September 2019 mit dem Schiff "Eleonore" nach einer Blockade auf dem Meer in einen sizilianischen Hafen eingefahren, obwohl ein Hafenverbot des damaligen Innenministers Matteo Salvini galt.
10.37 Uhr: Castillo nach Auszählung aller Stimmen bei Präsidentschaftswahl in Peru vorne
Neun Tage nach der Präsidentschaftswahl in Peru liegt der linksgerichtete Pedro Castillo nach Auszählung aller Stimmen knapp vor der Rechtspopulistin Keiko Fujimori. Der 51-Jährige kam mit einem Vorsprung von etwa 44.000 Stimmen auf 50,12 Prozent, Fujimori auf 49,87 Prozent, wie die Wahlkommission am Dienstag mitteilte. Fujimori hat allerdings die Annullierung von zehntausenden Stimmen beantragt. Die Wahlbehörden prüfen den Antrag noch.
10.35 Uhr: EU-Staaten heben Reisebeschränkungen für USA und andere Länder auf
US-Touristen können in Kürze wieder leichter in die Europäische Union einreisen: Die Botschafter der EU-Staaten einigten sich nach AFP-Informationen aus EU-Kreisen darauf, die wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen für die USA und sieben weitere Drittstaaten und Gebiete aufzuheben. Das gilt demnach auch für Personen ohne Impfung. Die Mitgliedsländer können aber weiterhin negative Corona-Tests oder eine Quarantäne vorschreiben. Die gelockerten Regeln gelten für die USA sowie Serbien, Nordmazedonien, Albanien, den Libanon, Hongkong, Taiwan und Macao. Bereits im Mai hatten die Mitgliedsländer den Weg für die Einreise vollständig Geimpfter aus den meisten Drittstaaten wieder freigemacht.
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10.09 Uhr: Über 22 Millionen Zuschauer: ZDF mit bisheriger Top-Quote der EM
Der EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat dem ZDF erwartungsgemäß die bisherige Top-Quote bei dem paneuropäischen Turnier beschert. 22,55 Millionen Zuschauer sahen ab 21.00 Uhr die 0:1-Niederlage gegen Weltmeister Frankreich. Der Marktanteil für den öffentlich-rechtlichen Sender lag bei 67,4 Prozent - das heißt, dass zwei von drei Fernsehzuschauern zu der Zeit Fußball geschaut haben. Die Einschaltquote lag allerdings unter dem Wert des Auftaktspiels der Deutschen bei der EM vor fünf Jahren in Frankreich. Allerdings sind die Quoten nur bedingt vergleichbar: In diesem Jahr übertragt parallel auch der Anbieter Magenta TV die EM-Spiele; außerdem schauen mittlerweile viel mehr Menschen Fernsehen über das Internet. Diese sind bei der Quotenerhebung nicht dabei.
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10.05 Uhr: Studie: Lebenssituation junger Europäer verschlechtert sich durch Pandemie
Die Lebenssituation junger Menschen in Europa hat sich durch die Corona-Pandemie offenbar deutlich verschlechtert. Laut der in Berlin vorgestellten fünften TUI-Jugendstudie "Junges Europa" veränderte sich das Leben für 52 Prozent der unter 26-Jährigen in der Krise zum Schlechteren. In Deutschland stimmten dieser Aussage 46 Prozent der Befragten zu, in Griechenland waren es sogar 65 Prozent. In den vergangenen Monaten verloren demnach vier von zehn jungen Europäern zwischen 16 und 26 Jahren ihren Job oder erlitten finanzielle Einbußen. In Deutschland gaben 29 Prozent der Befragten an, von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen gewesen zu sein. Die Befragten fühlten sich in allen Lebensbereichen stark belastet. Am schwierigsten fänden junge Menschen jedoch die Beschränkungen im öffentlichen und sozialen Leben.
Für die Jugendstudie "Junges Europa" im Auftrag der TUI Stiftung befragte das Meinungsforschungsinstitut Yougov 6253 Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren.
9.47 Uhr: E-Mobilität treibt Wachstum im deutschen Batteriemarkt
Wachsende Nachfrage nach Elektro-Autos hat dem Markt für Batterien im vergangenen Jahr einen kräftigen Schub gegeben. Der deutsche Batteriemarkt legte um 35 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu, wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) in Frankfurt mitteilte. Haupttreiber sind Lithium-Ionen-Batterien, die zum Beispiel in E-Autos und E-Bikes zum Einsatz kommen. Dieses Segment wuchs binnen Jahresfrist um 63 Prozent und macht mit 3 Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Gesamtmarktes aus. Elektro-Autos gelten als wichtiger Baustein, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen.
9.46 Uhr: Medienregulierer beanstanden Bund-Google-Kooperation
Die Landesmedienanstalten haben eine Kooperation zwischen Google und dem Bundesgesundheitsministerium zu einem Gesundheitsportal im Netz beanstandet. Die Beanstandung gegen Google wurde wegen Verletzung der im Medienstaatsvertrag festgeschriebenen Diskriminierungsfreiheit ausgesprochen, wie die Medienregulierer auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Bei Google-Suchanfragen zu Krankheiten oder Beschwerden wurde bei den Ergebnissen prominent eine Infobox des Portals gesund.bund.de angezeigt, das vom Gesundheitsministerium unter Ressortchef Jens Spahn (CDU) verantwortet wird. Die Informationen stammen zum Beispiel vom Deutschen Krebsforschungszentrum, dem Robert Koch-Institut oder von medizinischen Fachgesellschaften. Spahn erhoffte sich durch die Kooperation einen Bekanntheitsschub für das Portal. Medienhäuser befürchteten Nachteile, weil sie im Internet ebenfalls Gesundheitsportale anbieten.
9.38 Uhr: BSI findet Schwächen bei Datensicherheit in Gesundheits-Apps
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bei einer Untersuchung von Gesundheits-Apps zum Teil schwerwiegende Schwächen festgestellt. So hätten sechs von sieben tiefgreifend geprüften Apps Passwörter im Klartext an Authentifizierungsdienste übermittelt, heißt es in einem BSI-Bericht. Keine der Apps habe die Sicherheitsanforderungen der BSI-Richtlinie für Gesundheits-Apps vollständig erfüllt. Das BSI nennt keine Namen der untersuchten Apps. Wie es hieß, wurden für die vertiefte Prüfung nach einer Marktanalyse sieben Anwendungen ausgewählt, die sowohl mutmaßlich breit angewendet werden als auch sensible Daten verarbeiten.
9.26 Uhr: Union vergrößert Vorsprung vor Grünen im RTL-"Trendbarometer"
Rund hundert Tage vor der Bundestagswahl haben CDU und CSU ihren Vorsprung vor den Grünen im aktuellen "Trendbarometer" von RTL und n-tv auf sieben Prozentpunkte ausgebaut. Die Union erreicht in der Umfrage des Forsa-Instituts 28 Prozent und gewinnt gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt. Die Grüne verlieren einen Punkt und kommen auf 21 Prozent. Wenn an diesem Sonntag ein neuer Bundestag gewählt würde, lägen SPD und FDP mit jeweils 14 Prozent der Stimmen gleichauf. Die AfD käme auf neun Prozent, die Linke auf sieben. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen fällt der Umfrage zufolge mit 24 Prozent genauso hoch aus wie bei der Bundestagswahl 2017.
PAID Nun kann der Wahlkampf beginnen 9.39
9.19 Uhr: Reformorientierter Präsidentschaftskandidat im Iran zieht sich aus Rennen zurück
Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl im Iran hat einer der beiden reformorientierten Kandidaten seine Bewerbung um das Amt zurückgezogen. Der ehemalige Vizepräsident Mohsen Mehralisadeh trete nicht bei der Abstimmung am Freitag an, berichteten die amtlichen Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Isna berief sich dabei auf einen Sprecher der Wahlkampagne von Mehralisadeh. Gründe wurden zunächst nicht bekannt.
Mehralisadeh war nach Angaben des iranischen Umfrageinstituts Ispa der Kandidat mit den schlechtesten Aussichten. Er kam demnach noch nicht einmal auf ein Prozent in den Umfragen.
9.08 Uhr: US-Republikaner fordern Entlassung von Corona-Experten Fauci
Mehrere republikanische US-Abgeordnete drängen auf die Entlassung des renommierten Corona-Experten Anthony Fauci. Die Gruppe unter Führung der Kongressabgeordneten Marjorie Taylor Greene brachte einen Entwurf für ein "Fire Fauci Act" (Feuert-Fauci-Gesetz) ein. Sie werfen dem Immunologen vor, die Bürger mit seinen Äußerungen in die Irre geführt und widersprüchliche Empfehlungen zur Notwendigkeit von Masken und Abstand gegeben zu haben.
Zudem beschuldigten sie den Experten, über den Ursprung des Virus im chinesischen Wuhan, wo der Erreger Ende 2019 erstmals auftrat, gelogen zu haben. Sie beziehen sich dabei auf eine Reihe von E-Mails von Fauci, die vor Kurzem an die Öffentlichkeit gelangten. Der Gesetzentwurf hat im von den Demokraten kontrollierten Kongress keine Chance auf Umsetzung.
9.03 Uhr: MacKenzie Scott spendet weitere Milliarden für gute Zwecke
MacKenzie Scott, die Ex-Ehefrau von Amazon-Chef Jeff Bezos, hat nach eigenen Angaben eine weitere Milliardensumme für gemeinnütze Zwecke gespendet. Die rund 2,7 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) gehen an 286 Organisationen, die bislang "historisch unterfinanziert und übersehen geworden sind", wie die 51-Jährige auf der Online-Plattform "Medium" schrieb. Die ausgewählten Einrichtungen setzten sich unter anderem gegen Rassismus oder für Kultur und Bildung ein. Scott betonte, dass sie sich eine Verschiebung der öffentlichen Aufmerksamkeit zugunsten dieser Organisationen wünsche: "Große Spender ins Zentrum der Geschichten über sozialen Fortschritt zu stellen, ist eine Verzerrung ihrer Rolle."
Ihr eigenes Vermögen sei durch Systeme ermöglicht worden, die geändert werden müssen, erklärte Scott. Sie glaube zudem, "dass es besser wäre, wenn unverhältnismäßiger Reichtum nicht in einer kleinen Anzahl an Händen konzentriert wäre, und dass die Lösungen am besten von anderen entworfen und ausgeführt würden."
8.41 Uhr: Lauterbach erwartet Probleme durch Delta-Variante im Herbst
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rechnet damit, dass die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus im Herbst wieder für mehr Ansteckungen in Deutschland sorgen wird. "Ich bin ganz sicher, dass wir in Deutschland auch noch die Delta-Variante bekommen werden", sagte Lauterbach in der Fernsehsendung "rbb Spezial". Bisher tritt die aus Indien stammenden Variante in Deutschland nur in geringem Maße auf.
Eine neue Studie der Oxford-Universität zeige, dass die Saisonalität dieser Variante deutlich ausgeprägter sei als ursprünglich angenommen: Im Sommer sei das Risiko, sich damit anzustecken, viel geringer, erklärte Lauterbach. Sie sei aber deutlich ansteckender, führe zu einem schwereren Verlauf, und sei zum Teil resistent gegen die Erstimpfung. "Aber ich hoffe, dass dann bei uns eben schon so viele doppelt geimpft sein werden, dass es keine so große Welle mehr gibt."
8.40 Uhr: Polizei ermittelt nach missglückter Protestaktion im Stadion
Nach der missglückten Protestaktion vor dem EM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich ermittelt die Polizei wegen verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch - und nach dem Luftverkehrsgesetz. Das teilte das Polizeipräsidium München mit. Ein 38 Jahre alter Mann aus Baden-Württemberg war am Vorabend kurz vor dem Anpfiff des Fußballspiels auf dem Platz im Münchner EM-Stadion gelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus kamen.DFB kritisiert Greenpeace-Aktion 6.39
7.08 Uhr: China schickt erstmals Astronauten zu neuer Raumstation
China will am Donnerstagmorgen erstmals ein Raumschiff mit drei Astronauten zu seiner im Bau befindlichen Raumstation schicken. Der Start sei für 9.22 Uhr (3.22 Uhr MEZ) geplant, gab die chinesische Raumfahrtbehörde auf einer Pressekonferenz bekannt. Teil der Mission sind demnach die chinesischen Astronauten Nie Haisheng, Liu Boming und Tang Hongbo.
Das erste Modul der Raumstation "Tiangong", die bis Ende 2022 fertig sein soll, war Anfang Mai ins All geschickt worden. Ende Mai folgte ein weiterer Frachtflug mit Material und Treibstoff.
6.56 Uhr: Nordkoreas Machthaber räumt schlechte Versorgung mit Lebensmitteln ein
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die schlechte Versorgung mit Lebensmitteln in seinem Land eingeräumt. Die Ernährungslage sei "angespannt", sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA bei einer Plenarsitzung des Zentralkomitees der regierenden Arbeiterpartei. Trotz einer Zunahme der Industrieproduktion um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr habe die nordkoreanische Wirtschaft eine "Reihe von Abweichungen von der Norm" verzeichnet.
Nordkorea ist wegen seiner Atomwaffen- und Raketentests mit internationalen Sanktionen belegt, die die Wirtschaft schwer belasten. Im vergangenen Sommer hatten die Corona-Pandemie sowie mehrere Wirbelstürme die Lage noch verschlimmert. Tausende Häuser wurden zerstört und landwirtschaftliche Flächen überflutet.PAID Die Kims Eine schreckliche Dynastie, 10.03Uhr
6.18 Uhr: RKI registriert 1455 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 13,2
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3254 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 137 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 107 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90 074 angegeben.
Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 13,2 an (Vortag: 15,5; Vorwoche: 20,8). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.717.625 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.590.900 an.Digitaler Impfnachweis QR-Code
5.49 Uhr: 36 Verletzte bei Anschlag auf Militärstützpunkt in Kolumbien
Bei einem Autobombenanschlag auf einen Militärstützpunkt in Kolumbien sind 36 Menschen verletzt worden. Wie Verteidigungsminister Diego Molano mitteilte, hatten sich die Attentäter als Behördenvertreter ausgegeben, um in den Stützpunkt in Cúcuta nahe der Grenze zu Venezuela zu gelangen. Dann zündeten sie zwei Sprengsätze in ihrem Fahrzeug. Molano sprach von einem "Terrorakt" und machte die Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) für den Anschlag
5.15 Uhr: Umfrage: EU-Zustimmung der Deutschen geht teilweise zurück
Das Ansehen der Europäischen Union hat bei Deutschen nach einer Umfrage in letzter Zeit etwas gelitten. Generell sei die Zustimmung aber weiterhin hoch. Mittlerweile sagen 34,6 Prozent der Bürger - und damit doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren - die Bundesrepublik könne ihre politischen Ziele besser ohne die EU erreichen. Das geht aus einer repräsentativen Erhebung der Heinrich Böll Stiftung und des Progressiven Zentrums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Autoren führen die wachsende Enttäuschung auch auf die schleppende Beschaffung von Corona- Impfstoffen in der EU zurück.
Generell sei die Zustimmung zur EU jedoch weiter hoch. So sehen nach dieser Umfrage mehr als zwei Drittel der Bundesbürger eher Vor- als Nachteile einer EU-Mitgliedschaft. Rein wirtschaftlich gesehen überwiegen für mehr als die Hälfte der Menschen eher Nutzen als Kosten. Jedoch hält den Daten zufolge eine Mehrheit den finanziellen Beitrag Deutschlands zum EU-Haushalt für zu hoch.
Gefragt nach den wichtigsten Prioritäten in der kommenden Europapolitik stand für die meisten Umfrageteilnehmer eine gemeinsame Asylpolitik an erster Stelle. Auch die Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit, soziale Mindeststandards und Klimapolitik fanden viele Befragte wichtig. Als weniger relevant sei die Einführung einer Gesundheitsunion oder einer europäischen Armee betrachtet worden.
5.01 Uhr: Mehr Gewalt gegen Bahnbeschäftigte
Die Gewalt gegen Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter hat im vergangenen Jahr zugenommen. So gab es 2070 Gewaltdelikte gegen Zugbegleiter und andere Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter - 421 mehr als im Vorjahr. Das geht aus der Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann hatte die Anfrage gestellt. Zimmermann kritisierte, dass den Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern mit der Durchsetzung der Maskenpflicht faktisch polizeiliche Aufgaben aufgebürdet worden seien.
4.20 Uhr: Israel fliegt Luftangriffe auf Ziele in Gazastreifen
Israel hat in der Nacht wieder Luftangriffe im Gazastreifen geflogen. Die israelische Armee reagierte damit nach eigenen Angaben auf Attacken mit Brandballons aus dem Palästinensergebiet. Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot waren am Dienstag mehr als tausend ultrarechte Israelis beim sogenannten Flaggenmarsch durch Jerusalem gezogen. Bei Protesten gegen den Marsch ließen militante Palästinenser an Ballons befestigte Brandsätze nach Israel fliegen.
Als Vergeltung flog die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben in der Nacht Angriffe im Gazastreifen. Beschossen wurden demnach Militärgelände und Treffpunkte der radikalislamischen Hamas in der Stadt Chan Junis. Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen wurde bei den Luftangriffen mindestens ein Ziel östlich von Chan Junis beschossen.Vorher-nachher Gaza 12.23
2.49 Uhr: Trump kündigt Besuch an Grenze zu Mexiko an
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat einen Besuch an der Grenze zu Mexiko angekündigt. Er werde die "stark geschwächte" Südgrenze der USA am 30. Juni zusammen mit dem texanischen Gouverneur Greg Abbott besuchen, erklärte Trump. Der Republikaner Abbott hatte zuvor angekündigt, die unter Trump begonnenen und von dessen Nachfolger Joe Biden gestoppten Bauarbeiten an der Grenzmauer zu Mexiko fortzusetzen.
Trump erklärte, die neue US-Regierung habe von ihm die "stärkste" und "sicherste" Grenze in der Geschichte der USA geerbt und nun die bisher "schlimmste Krise" an der Grenze verursacht. Die ganze Welt bemitleide die USA um ihre "gesetzlose" Grenze. Biden hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt eine Abkehr vom harten Kurs seines Vorgängers eingeleitet und eine humanere Migrationspolitik angekündigt. Die Arbeiten an der Grenzmauer wurden sofort
1.38 Uhr: 43 verschleppte Studenten in Mexiko: Drittes Opfer identifiziert
Fast sieben Jahre nach der Verschleppung von 43 Studenten in Mexiko sind die sterblichen Überreste eines weiteren Opfers zweifelsfrei identifiziert worden. Gerichtsmediziner im österreichischen Innsbruck hätten einen Lendenwirbel mittels DNA-Untersuchungen eindeutig zuordnen können, teilte die Spezialeinheit der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft mit. Der Knochen gehörte demnach Jhosivani Guerrero - dem inzwischen dritten identifizierten Studenten.
In der Nacht zum 27. September 2014 waren in Iguala im südlichen Bundesstaat Guerrero 43 Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa von Polizisten verschleppt und der kriminellen Bande Guerreros Unidos übergeben worden. Ersten Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und auf einer Müllkippe verbrannt. Unabhängige Untersuchungen ergaben allerdings, dass es dafür nicht genug Beweise gibt. Die Hintergründe der Tat sind bis heute unaufgeklärt. Dutzende Verdächtige wurden festgenommen, darunter der damalige Bürgermeister und der Polizeichef von Iguala. Verurteilt wurde bisher aber niemand.
