News von heute: Joe Biden treibt Kampf gegen Klimawandel voran: neue Öl- und Gasbohrungen gestoppt
SPD fordert klaren Plan für schnellere Impfungen +++ Herrmann segelt bei Vendée Globe noch um Platz vier +++ Bernie Sanders bringt mit "Grumpy chic"-Look Geld für guten Zweck ein +++ Die News von heute im stern-Ticker.
Aktuelle Top-Meldung:
Joe Biden treibt Kampf gegen Klimawandel voran: neue Öl- und Gasbohrungen gestoppt
Der neue US-Präsident Joe Biden hat im Kampf gegen den Klimawandel einen Stopp neuer Öl- und Gasbohrungen auf bundeseigenem Land angeordnet. Biden unterzeichnete am Mittwoch im Weißen Haus ein Dekret mit einem Moratorium für die Vergabe neuer Bohrrechte. Der neue Präsident plant zudem für den 22. April, den sogenannten Earth Day, einen internationalen Klimagipfel. Die USA würden fortan wieder eine internationale Führungsrolle im Kampf gegen die Erderwärmung einnehmen, kündigte Biden an. "Wir müssen die weltweite Antwort anführen." Die Welt habe schon "zu lange gewartet, um die Klimakrise anzugehen", sagte der US-Demokrat. "Wir können nicht länger warten."
Biden hatte bereits im Wahlkampf den Einsatz gegen die Erderwärmung zu einem seiner Schwerpunkte gemacht und eine Kehrtwende zur Politik seines Vorgängers Donald Trump angekündigt. Kurz nach seinem Amtsantritt verkündete Biden einen vorübergehenden Bohrstopp in der Arktis, und er fror das Ölpipeline-Projekt Keystone XL ein. Er leitete zudem die Rückkehr der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen ein. Nun unterzeichnete Biden mehrere Dekrete, um den Klimaschutz weiter voranzutreiben. Das Innenministerium wird angewiesen, "so weit wie möglich" keine neuen Öl- und Gasbohrungen auf Land des Bundes und in Offshore-Gewässern zu genehmigen. Bestehende Verträge sind davon zwar nicht betroffen; sie sollen aber auf den Prüfstand gestellt werden.
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Die News von heute im stern-Ticker:
+++ 8.45 Uhr: Neun Festnahmen nach Angriff auf Jugendlichen in Paris +++
Nach dem brutalen Angriff auf einen Jugendlichen in Paris hat die Polizei neun Jugendliche festgenommen und in Gewahrsam genommen. Ihnen werde versuchter Mord und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, bestätigte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.
Der Fall hatte in Frankreich für Aufsehen gesorgt. Ein 15-Jähriger war Mitte Januar im Pariser Geschäftsviertel Beaugrenelle von mehreren Jugendlichen brutal zusammengeschlagen worden. Das Video einer Überwachungskamera zeigt den Übergriff, bei dem die Jugendlichen auf eine am Boden liegende Person unter anderem mit Baseballschlägern einschlagen und diese mit Füßen treten. Im Krankenhaus war der Jugendliche in ein künstliches Koma versetzt worden, aus dem er am vergangenen Samstag erwachte.
+++ 7.17 Uhr: Toyota erstmals seit fünf Jahren wieder größter Autoverkäufer +++
Der japanische Autoriese Toyota hat beim globalen Absatz erstmals seit fünf Jahren wieder den Spitzenplatz erreicht und damit seinen Rivalen Volkswagen überholt. Wie der japanische Branchenprimus am Donnerstag bekanntgab, setzte die Gruppe, zu der auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors gehören, im vergangenen Jahr global 9,53 Millionen Fahrzeuge ab. Das ist zwar ein Rückgang zum Vorjahr um 11,3 Prozent. Doch bekam Toyota die Auswirkungen der Corona-Pandemie geringer zu spüren als andere Hersteller. Dank einer Erholung auf den beiden wichtigsten Märkten China und USA ging es für Toyota wieder bergauf: Seit Oktober stieg der Fahrzeugabsatz drei Monate in Folge wieder an.
+++ 6.19 Uhr: SPD fordert klaren Plan für schnellere Impfungen +++
Die SPD dringt auf eine Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland. "Wir brauchen einen klaren Plan, wie wir das Impfen in Deutschland schneller hinbekommen", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Dafür ist es wichtig, dass alle Ebenen jetzt zusammenkommen." Bereits die SPD-Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, und Brandenburg, Dietmar Woidke, hatten am Mittwoch einen Impfgipfel von Bund, Ländern und Wirtschaftsvertretern gefordert.
PAID Kommentar Impfdesaster 15.09hHintergrund ist unter anderem der Streit der Europäischen Union mit dem Pharmakonzern Astrazeneca. Der Impfstoff des Herstellers wird voraussichtlich zunächst in weit geringen Mengen nach Deutschland und andere Länder geliefert als zunächst erwartet. Das Präparat wird voraussichtlich am Freitag in der EU zugelassen. Bei einem Krisentreffen am Mittwochabend hatte das Unternehmen keine zusätzlichen Lieferungen zugesagt. Auch der Hersteller Biontech/Pfizer, dessen Präparat bereits eingesetzt wird, hatte zwischenzeitlich Produktionsprobleme.
+++ 6.04 Uhr: Herrmann segelt bei Vendée Globe noch um Platz vier +++
Nach der Kollision mit einem Fischerboot kämpft Solo-Weltumsegler Boris Herrmann bei der Vendée Globe um Platz vier. Der Hamburger war am frühen Donnerstagmorgen noch etwa 45 Seemeilen vom Ziel im französischen Les Sables-d'Olonne entfernt, konnte wegen der Schäden an seiner Yacht "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" aber nur mit reduzierter Geschwindigkeit segeln. Als Ankunftszeit wurde der späte Vormittag errechnet.
Vendée Globe DREH:7UhrDer 39-Jährige war am Mittwochabend etwa 90 Seemeilen vor Les Sables-d'Olonne mit einem Fischtrawler zusammengestoßen. Herrmann blieb unverletzt, sein Boot wurde erheblich beschädigt. Zum Zeitpunkt des Unfalls lag er an dritter Stelle und hatte bei seiner Vendée-Globe-Premiere wegen einer Zeitgutschrift von sechs Stunden sogar noch Chancen auf den Sieg.
+++ 0.56 Uhr: Bernie Sanders bringt mit "Grumpy chic"-Look Geld für guten Zweck ein +++
US-Senator Bernie Sanders hat mit seinem inzwischen weltberühmten "Grumpy chic"-Look Geld für einen guten Zweck gesammelt. Sanders' Team teilte mit, Fanartikel mit dem Aufdruck seines Outfits vom Tag der Präsidenten-Vereidigung hätten in den vergangenen fünf Tagen 1,8 Millionen US-Dollar eingebracht. Das Geld gehe an wohltätige Organisationen in Sanders' Heimat-Bundesstaat Vermont.
Auf der Internetseite von Sanders' Kampagne gab es T-Shirts und Pullover mit einem Foto des Looks zu kaufen. Von seinem Team hieß es, das erste Produkt sei am vergangenen Donnerstag in weniger als 30 Minuten ausverkauft gewesen. Über das Wochenende seien weitere Artikel hinzugekommen, die bis Montagmorgen ebenfalls vergriffen gewesen seien.
+++ 0.01 Uhr: Joe Biden treibt Kampf gegen Klimawandel voran: neue Öl- und Gasbohrungen gestoppt +++
Der neue US-Präsident Joe Biden hat im Kampf gegen den Klimawandel einen Stopp neuer Öl- und Gasbohrungen auf bundeseigenem Land angeordnet. Biden unterzeichnete am Mittwoch im Weißen Haus ein Dekret mit einem Moratorium für die Vergabe neuer Bohrrechte. Der neue Präsident plant zudem für den 22. April, den sogenannten Earth Day, einen internationalen Klimagipfel. Die USA würden fortan wieder eine internationale Führungsrolle im Kampf gegen die Erderwärmung einnehmen, kündigte Biden an. "Wir müssen die weltweite Antwort anführen." Die Welt habe schon "zu lange gewartet, um die Klimakrise anzugehen", sagte der US-Demokrat. "Wir können nicht länger warten."
IV Clüver Ashbrook_18uhrBiden hatte bereits im Wahlkampf den Einsatz gegen die Erderwärmung zu einem seiner Schwerpunkte gemacht und eine Kehrtwende zur Politik seines Vorgängers Donald Trump angekündigt. Kurz nach seinem Amtsantritt verkündete Biden einen vorübergehenden Bohrstopp in der Arktis, und er fror das Ölpipeline-Projekt Keystone XL ein. Er leitete zudem die Rückkehr der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen ein. Nun unterzeichnete Biden mehrere Dekrete, um den Klimaschutz weiter voranzutreiben. Das Innenministerium wird angewiesen, "so weit wie möglich" keine neuen Öl- und Gasbohrungen auf Land des Bundes und in Offshore-Gewässern zu genehmigen. Bestehende Verträge sind davon zwar nicht betroffen; sie sollen aber auf den Prüfstand gestellt werden.
