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Декабрь
2019

FIS Renndirektor Markus Waldner möchte Saslong-Abfahrt auf der Stelvio nachtragen.

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FIS Renndirektor Markus Waldner möchte Saslong-Abfahrt auf der Stelvio nachtragen.

Im ORF sprach FIS Renndirektor Markus Waldner über die Absage in Gröden, erzählte über das Wetter im Grödnertal, nahm Stellung zu einem möglichen Ersatzrennen in Bormio, erklärte sein Sicht auf den Terminstress im Ski Weltcup und blickte auf den morgigen Riesenslalom auf der „Gran Risa“ in Alta Badia.

Markus Waldner über die Absage der Abfahrt

„Heute haben wir hier in Gröden ein richtiges „Sauwetter“. Es wurde noch schlechter als vorhergesagt, eigentlich hätte der Schneefall früher aufhören sollen. Ein weiteres Problem war der nasse, schwere Schnee, worauf die Piste reagiert hat. Wir mussten schon die letzten Tage viel „salzen“, und mit dem Schnee auf der Piste, wäre ein normales Rennen nicht möglich gewesen. Gestern hatten wir Probleme mit dem Nebel, heute mit dem Regen der sich beim Rennen auf die Skibrille gesetzt hätte. Die Rennläufer hätten nichts mehr gesehen. Das ist die Natur, da können wir nichts machen, darum auch die frühe Absage.“

Markus Waldner über das Wetter im Grödnertal

„Normal haben wir um diese Zeit immer Sonnenschein, hier im Grödnertal. Es ist kalt, einfach Winter, aber heuer ist es etwas komisch. Wir sind eine Woche später als normal, und man hat in der Vergangenheit am Heiligen Abend auch mal Regen gehabt. Ich selbst komme ja aus Brixen, aber so ein schlechtes Wetter, vier fünf Tage hintereinander, haben wir eigentlich nie. Aber leider ist es gerade in dieser Woche so gewesen. Es ist halt schade, weil es ein Klassiker ist, und die Leute einen Top-Job gemacht haben.“

Markus Waldner über ein mögliches Ersatzrennen in Bormio

„Wir stehen schon in Verhandlungen mit dem italienischen Verband und dem Rechteinhaber Infront, wo wir die Rennen nachholen können. Nächste Woche sind wir in Bormio, und wir werden versuchen die Abfahrt gleich dort nachzuholen. Wir würden dann nur ein Training fahren, und ich habe vorgeschlagen, dass wir das Ersatzrennen nicht von ganz oben starten. Zweimal die Stelvio von ganz oben fahren, wäre etwas zu heftig für die Burschen. Wir erwarten in der kommenden Woche kältere Temperaturen, dann könnte es da auch sehr knackig werden. Darum mein Vorschlag, am 27. Dezember die Abfahrt vom Reservestart, und am 28. Dezember die originale Abfahrt auf der Stelvio von ganz oben. Die Kombination würde dann am 29. Dezember mit Super-G und Slalom ausgetragen. Am Nachmittag muss ich noch etwas verhandeln, da es halt immer um die „Knete“ geht. Wir sind aber auf einem guten Weg.“

Markus Waldner über den Terminstress

„Der Weltcupkalender ist in dieser Saison sehr voll. Wir haben vorher bereits viel diskutiert, und wir müssen auch weiter diskutieren, weil ich glaube, weniger ist manchmal mehr. In dieser Saison ist es schwierig, weil sich der Kalender etwas bewegt. Darum haben wir auch am 23. Dezember, kurz vor Weihnachten noch ein Rennen in Alta Badia. Diesen Parallel-Riesenslalom wollten wir im Kalender halten, da vom Veranstalter auch viel investiert wurde. Das sollte auch für die Athleten passen. Nach dem Rennen fahren alle heim, und sind in zwei Stunden bei ihren Familien. Die Rennläufer aus Übersee oder Skandinavien haben ihr Basislager in den Alpen. Jansrud bleibt hier in Südtirol, und seine Freundin ist auch da. Die Kärntner haben es auch nicht weit nach Hause. Die Amerikaner bleiben eh hier in Europa, und haben immer in Bormio Weihnachten gefeiert. So schlimm ist es nicht. Wir sind Sportler, Profis und jetzt ist Winter. Eine kurze, kompakte Saison. Wir müssen fahren wenn Winter ist.“

Markus Waldner über den Riesenslalom in Alta Badia

„Jetzt geht es weiter nach Alta Badia, dort ist es auch kompliziert. Der Pass ist zu und wir  müssen außen rumfahren. Die Situation auf der Gran Risa ist auch schwierig. Mein Kollege ist bereits seit zwei Tagen in Alta Badia, auch dort wird mit Salz gearbeitet, weil es sehr warm ist. Wir haben auch einen Reserve-Start hergerichtet. Es soll etwas kälter werden, und wir hoffen, dass die Schneefälle aufhören. Wir sind zuversichtlich. Einen Riesentorlauf zu veranstalten ist nicht so problematisch wie eine Abfahrt, aber es wird nicht einfach. Aber wir werden weiterkämpfen.“






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