Heidelberg: Hufnagel-Preis für Andreas Uhse
Heidelberg. (sal) Die Jury der Heidelberger Friedrich-Ferdinand-Hufnagel-Gesellschaft verleiht ihren gleichnamigen Preis in diesem Jahr dem Schauspieler Andreas Uhse. Uhse ist seit der Spielzeit 2016/17 Mitglied des Schauspielensembles am Theater Heidelberg, zuvor war er mehrfach als Gast zu sehen, so in "Hexenjagd" und in "Richard III.". Beeindruckend war auch seine Verkörperung eines Pflegeroboters in Kevin Rittbergers Inszenierung von "Peak White - Wirr sinkt das Volk".
Friedrich Ferdinand Hufnagel, der Namensgeber des Preises, inspirierte die Bewegung des Doismus, welche die Welt und die menschliche Existenz aus der Perspektive des Urwortes Do interpretiert. In ihrer Würdigung nennt die Jury als Beispiel Uhses Arbeit in der Inszenierung des "Faust" unter der Regie von Philipp Preuss, bei der er auch die Titelrolle spielt und Auerbachs Keller auf überraschende Weise vergegenwärtige.
"Mit seiner schlichten Prägnanz, die indes ungeahnte Sinnhorizonte freisetzt, steht Uhse auf ganz besondere Weise Friedrich F. Hufnagel und dessen schlichtem Sprachgestus nahe", so die Juroren. Auch während seiner Tätigkeit in Nürnberg, Ulm und Frankfurt habe Andreas Uhse diese Sprachgewalt gezeigt. Uhse ist gebürtiger Heidelberger, machte 1991 Abitur am Hölderlin-Gymnasium und studierte zunächst Politik und Geschichte. Im Alter von 26 Jahren begann er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sein zweites Studium.
Info: Die Preisverleihung findet statt am Sonntag, 2. Dezember, um 20 Uhr im Rahmen des Limbus-Clubs, Jazzhaus Heidelberg, Leyergasse.
