Kontrollen in Heidelberg und Mannheim: Wenn das Wetter für weniger Fahrradverstöße sorgt
Heidelberg/Mannheim. (pol/mare) Freude wollte sich bei der Polizei nicht breit machen. Zwar sind bei der dritten Schwerpunktkontrolle von Fahrradfahrern in Heidelberg die Zahlen der Verstöße leicht zurückgegangen. "Die auf den ersten Blick rückläufigen Zahlen gegenüber den Vorwochen sind leider der kalten Witterung und nicht einer Verhaltensänderung geschuldet", meint Polizeidirektor Dieter Schäfer, Chef der Verkehrspolizei. So steht unterm Strich: Kein merklicher Strafrückgang der Überwachungsbilanz.
Insgesamt 413 Radfahrer wurden in der dritten Woche der Aktion verwarnt, wie die Polizei mitteilt. 147 mal fuhren Radler über rote Ampeln, 41 Geisterfahrer waren unterwegs, 199 fuhren ohne Licht. Das sind dann summa summarum 1135 Verstöße
In Heidelberg erwischte es diesmal 152 Fahrradfahrer. Dabei fuhren 62 über eine rote Ampel, 26 wurden als Geisterfahrer beanstandet und 58 fuhren ohne Licht.
Das der Rückgang der Verstöße mit der Witterung zusammenhängt, erklärt die Polizei mit den Zahlen. So waren in der Gaisbergstraße rund 25 Prozent weniger Fahrradfahrer -als in den Vorwochen unterwegs. An der Ernst-Walz-Brücke waren es gar 50 Prozent. "Leider sehen wir noch keine anhaltende Besserung im Verhalten der Radfahrenden", so Schäfer.
Da es vor Ort als auch in den sozialen Netzwerken reichlich Kritik für die Aktionen gibt, betont Schäfer, dass es im Kontrollmonat auch Belohnungen für diejenigen gibt, die sich richtig verhalten. So habe es bei der angekündigten Kontrolle am Wehrsteg Brötchentüten für richtig fahrende Radler gegeben. Wer dennoch über den Steg fuhr, ohne abzusteigen, wurde um 15 Euro erleichtert.
In Mannheim gab es 261 Verstöße. 85 bei Rot, 15 als Geisterfahrer und 141 ohne Licht. Die Kontrollen werden bis zum 30. November 2018 fortgesetzt.
