Fußball-Regionalliga: Hoffenheims "Fohlen" siegen in gestrecktem Galopp
Frankfurt. (miwi) Immerhin drei Spiele hintereinander hatte die TSG 1899 Hoffenheim II in der Fußball-Regionalliga Südwest nicht mehr gewonnen. Weil der Auftrag der Profi-Reserve der TSG nicht in erster Linie der Aufstieg ist, sondern die Weiterentwicklung der eigenen Talente, sorgte das bei den Verantwortlichen nicht für Unruhe - ein Ende der kleinen Durststrecke sollte es am Freitagabend trotzdem geben. Das Vorhaben gelang mit einem 3:2 (2:0)-Erfolg der Mannschaft von Marco Wildersinn beim FSV Frankfurt, einer Partie mit irren Wendungen.
Wildersinn baute drei Rückkehrer in seine Mannschaft ein. Meris Skenderovic, Alfons Amade und Christoph Baumgartner, die in der vergangenen Woche mit ihren Junioren-Nationalmannschaften unterwegs und deshalb beim 3:3 gegen Dreieich nicht dabei gewesen waren, standen unter den ersten Elf. Doch die Auswahlspieler sorgten nicht für die schnelle 2:0-Führung der Hoffenheimer beim FSV. In der achten Minute traf Thomas Gösweiner zum 1:0, und keine fünf Minuten später erhöhte Nicolas Wähling für die TSG.
Mit der komfortablen Führung im Rücken kontrollierten die Hoffenheimer die Begegnung und sorgten mit geschicktem Forechecking dafür, dass der FSV nicht in die Partie fand. Eine gute Chance besaßen die Hessen, doch sonst hatte die Wildersinn-Elf alles im Griff.
Das schien auch nach dem Wechsel so zu bleiben, aber innerhalb von nur knapp mehr als 120 Sekunden gaben die Hoffenheimer die Führung aus der Hand. Ilias Soultani (54.) und Dominik Nothnagel (56.) schafften für den FSV den 2:2-Ausgleich und brachten die 1000 Zuschauer in Wallung. Plötzlich hatten die Frankfurter Oberwasser, und die TSG-Cracks mussten aufpassen, nicht völlig überrannt zu werden.
Die Begegnung hatte aber noch eine Wendung parat, denn mitten in die Versuche der Hausherren hinein, das Spiel komplett zu drehen, schlugen die Hoffenheimer zurück. Mit seinem zweiten Tor schoss Wähling das 3:2 für die TSG (65.). Die Schlussphase war spannend, weil der FSV auf den abermaligen Ausgleich drückte und die Hoffenheimer große Chancen zum vierten Tor hatten.
FSV Frankfurt: Aulbach - Sierck, Pollasch, Güclü (68. Schick), Soultani (74. Koch), Aschauer, Plut, Huckle, Tyminski, Nothnagel, Mangafic.
TSG 1899 Hoffenheim II: Drljaca - Amade, Strompf, Ludwig, Gösweiner, Baumgartner (62. Alberico), Wähling, Chana, Lässig, Szarka, Skenderovic (76. Ekene).
Schiedsrichter: Schneier (Gelsdorf); Zuschauer: 1038; Tore: 0:1 Gösweiner (8.), 0:2 Wähling (13.), 1:2 Soultani (54.), 2:2 Nothnagel (56.), 2:3 Wähling (65.).
