FCG/GPA-djp Frauen: Gleichstellung durch volle Anrechnung von Karenzzeiten UND Pflegezeiten darf keine 100 Jahre dauern
Heuer vor hundert Jahren durften Frauen zum ersten Mal wählen. Ein Meilenstein in der Geschichte der Gleichstellung. Dennoch müssen wir uns überlegen, wie wir die nach wie vor bestehende Ungleichheit zwischen den Geschlechtern bereinigen können. „Und hier ist, zusätzlich zur Anrechnung von Karenzzeiten, die Anrechnung von Pflegezeiten ein Schritt in die richtige Richtung. Denn Fakt ist, dass Frauen nach wie vor 80 Prozent der unbezahlten Tätigkeiten übernehmen“, ist Karin Zeisel, Bundesfrauenvorsitzende der Fraktion Christlicher GewerkschafterInnen in der GPA-djp überzeugt.
Das betrifft nicht nur Kinderbetreuungs- und Erziehungszeiten, sondern vor allem auch die Pflege von Angehörigen, die meist vom weiblichen Teil der österreichischen Bevölkerung übernommen wird. „Vor allem mit Blick auf die Pensionsjahre birgt dieser Umstand eine große Gefahr. Hier liegt die Kluft bei 43 Prozent und bedeutet, dass 20 Prozent der alleinstehenden Pensionistinnen armutsgefährdet sind“, so Zeisel.
