Alex Miner Barron im Interview: "Ich fühle mich in diesem Team zuhause"
ehc::live: Alex, wie ist dein bisheriger Eindruck vom EHC?
Alex Miner Barron: Richtig gut. Das ist das erste Team, in dem ich spiele, wo jeder einzelne eine positive Ausstrahlung vermittelt. Alle Jungs kommen gern zum Training. Es ist wirklich nicht untertrieben zu sagen, dass wir eine richtige Familie sind. Auch wenn es kitschig klingt: Ich fühle mich in diesem Team zuhause.
ehc::live: Kitschig, aber schön. Und welche Rolle willst du in dieser Familie, in diesem Team, spielen?
Miner Barron: Ich will ein zuverlässiger Two-Way-Defender sein – also hinten solide, aber auch ordentlich Punkte auf die Anzeigetafel bringen. Das macht mir einfach Spaß. Aber natürlich bin ich auch bereit, jede andere Rolle einzunehmen, in der mein Team mich gerade braucht.
ehc::live: Das hören die Fans sicher gerne. Apropos, hast du zu denen auch schon eine Meinung?
Miner Barron: Die sind der Hammer. Wir hatten ja gleich zuhause gegen Schwenningen ein absolutes Highlight. Wenn uns die Fans im Laufe der Saison ähnlich unterstützen wie bei diesem Spiel, dann wird das für uns alle eine tolle Zeit.
ehc::live: Und wie gefällt dir deine neue Heimat?
Miner Barron: Ich liebe es hier! Letztes Jahr in England war es sehr dunkel, kalt und nass. Aber hier bin ich, wie ich gehört habe, in der Toskana Deutschlands gelandet (lacht). Ganz ehrlich: Südbaden ist die erste Gegend in Europa, die mich an meine Heimat Kalifornien erinnert.
ehc::live: Kein schlechter Vergleich. Und wo gefällt es dir in Freiburg besonders gut?
Miner Barron: Im Jazzhaus! Vor allem bei der 90er-Party (lacht). Aber ich gehe auch sehr gern ins Pow – ein gemütliches kleines Café, das mich auch irgendwie an Zuhause erinnert … vielleicht, weil es so ein bisschen Hippie-mäßig ist. Und wenn ich mal richtig abschalten will, dann spaziere ich aus meiner Wohnung raus in die Weinberge. Das ist einfach wunderschön.
ehc::live: Zurück zum Sport: Was sind deine Hoffnungen für die Saison?
Miner Barron: Dass wir um die Meisterschaft mitspielen. Ich weiß, das ist hoch gegriffen. Aber alles darunter würde bedeuten, dass wir uns kleiner machen als wir sind. Und auch wenn wir nicht den größten Etat oder die besten Spieler haben – wir sind ein Team aus Brüdern, die zusammenhalten. Und damit kann man sehr weit kommen.
ehc::live: Du hattest deine Karriere zwischenzeitlich beendet. Wie kam es dazu?
Miner Barron: Im Sommer 2017 habe ich meinen Rücktritt verkündet, weil ich Abstand zum Profi-Sport gebraucht habe. Es kann sehr gefährlich werden, wenn man sich „nur“ als Eishockeyspieler definiert. Wenn das nämlich eines Tages wegfällt – und das wird es zwangsläufig irgendwann – fallen viele Athleten in ein tiefes Loch. Das wollte ich bei mir vermeiden. Ich wollte herausfinden, wer Alex ist – nicht Alex, der Eishockeyspieler, sondern Alex, der Mensch.
Warum Alex Miner Barron heute wieder auf dem Eis steht, wer ihn nach Freiburg gelotst hat und wieso er schon lange von einem Engagement in der DEL2 geträumt hat, könnt ihr in der ausführlichen Version dieses Interviews in der Ausgabe 2 unseres Stadionmagazins ehc::live erfahren - erhältlich während des Heimspiels gegen den EC Bad Nauheim am 23.09.2018.
