SRH-Studie: Der Heidelberger trinkt 2,1 Liter Bier in der Woche
Heidelberg. Zum 185. Mal startet am Samstagmittag das Münchner Oktoberfest. Auf keinem anderen Fest in Deutschland konsumieren die Besucher jährlich so viel Bier wie auf der "Wiesn". Doch eine repräsentative Befragung der SRH-Hochschule Heidelberg zeigt nun: Auch hier trinkt man gerne mal ein Bierchen - und das nicht nur die letzten zwei Wochen im September.
Der Studie zufolge trinkt der durchschnittliche Heidelberger pro Woche 2,1 Liter Bier. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die Studenten des Master-Studiengangs "Internationales Mittelstandsmanagement" durchgeführt haben. Generell stehen die Heidelberger dem Bier wohl sehr aufgeschlossen gegenüber: So gaben drei Viertel der Befragten ab 18 Jahren an, zumindest gelegentlich Bier zu trinken.
"Allerdings haben unsere Studierenden große Unterschiede zwischen den Stadtteilen festgestellt", sagt Benedikt Römmelt, Professor an der Fakultät für Wirtschaft der SRH. Besonders viele Biertrinker wohnen demnach in Wieblingen, Handschuhsheim, Bergheim und der Altstadt.
Anders sieht es hingegen in der Weststadt aus: Deren Bewohner gaben an, eher selten zum Bierglas zu greifen. Unterschiede machten die Nachwuchswissenschaftler auch hinsichtlich des Bierkonsums von Frauen und Männern aus. Kommt der männliche Heidelberger auf 2,9 Liter Bier pro Woche, bringen es die Damen auf ziemlich genau zwei Liter.
Aber wann trinken die Heidelberger eigentlich ihr Bier? Die Studie zeigt: besonders gerne zu geselligen Anlässen. Sozialer Druck spielt dabei aber offensichtlich kaum eine Rolle. Viel wichtiger ist den Befragten der Genuss und Geschmack des Bieres. Besonders gut mundet ihnen nach eigener Angabe das Bier der lokalen Brauerein. Das "Klosterhof" und das "Vetter" landeten bei der Befragung auf Platz eins, knapp vor dem "Welde"-Bier.
Bei der Markenbekanntheit landete "Welde" hingegen ganz vorne, dicht gefolgt von "Heidelberger". Acht von zehn Personen gaben an, das "Eichbaum"-Bier zu kennen. Das Bier vom Klosterhof und der Brauerei "Vetter" war hingegen nur rund jedem zweiten Befragten ein Begriff.
An der Umfrage der Studenten nahmen insgesamt 591 Personen teil. Laut Auskunft einer Pressemitteilung der SRH ist die Studie repräsentativ; dies sei durch einen sogenannten Quotenplan gesichert (Kreuzquote aus Alter, Geschlecht und Stadtteil).
