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Июль
2018

Heidelberger Tandemradler: Auf den Spuren von Zaren und Tataren

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Von Maria Stumpf

Heidelberg. Manche Straßen sind holprig, andere neu geteert. Mal reicht das Sofa bei einer Oma zum Schlafen, mal ist es ein Hotel mit Pool. "Perfekt durchgestylt ist das Land nicht. Aber sowas von reizvoll und sehr gastfreundschaftlich", schwärmen Yvonne Bauer-Poblotzki und Ulrich Poblotzki.

Die Heidelberger wagten im Frühling ein kleines Abenteuer: 14 Tage waren sie mit dem Tandem unterwegs auf den Spuren von Zaren und Tataren. Sie radelten rund 1000 Kilometer auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim mit leichtem Gepäck - in Sporthemden mit Werbebanner für die Partnerschaft Heidelberg-Simferopol.

Kein alltägliches Unternehmen: Seit der Annexion der Krim vor vier Jahren und deren Eingliederung in die Russische Föderation herrscht Blockadepolitik seitens der Nato-Staaten. Von Reisen auf die Halbinsel wird vom deutschen Auswärtigen Amt zurzeit abgeraten. Im schönen Hafen von Jalta ankern nur noch Kreuzfahrtschiffe aus Russland, Reisebüros aus dem Westen buchen keinen Krim-Urlaub. Ohne Bargeld geht gar nichts, Ausländer aus dem Westen sind rar im Straßenbild. Die Krim ist heute politisch und touristisch fest in russischer Hand.

"Wie geht’s eigentlich den Leuten auf der Krim?" hatten sich die passionierten Radler im Jahr 2016 gefragt - das war der Beginn ihrer Reiseplanung. "Man kann sich nur ein Bild von einer Situation machen, wenn man selbst dort ist", erklären sie ihr Engagement. Das Visum gab es bei der russischen Botschaft.

Zehn Reisetage à 100 Kilometer waren die Poblotzkis unterwegs zu zweit auf einem Rad. "Das sorgte nicht nur für erstaunte Gesichter, sondern auch für Heiterkeit." Sogar regionale Zeitungen und Fernsehsender seien auf sie aufmerksam geworden.

Die Tour war vorbereitet: West-Ost-Achse von Simferopol, Sewastopol, Alupka und Jalta bis nach Kertsch zur neuen Krimbrücke, ein Stück weiter nördlich Richtung Arabat-Bucht über das Krimgebirge dann wieder zurück. "Dass es in diesem Land eine Front gibt, sieht man im Süden nicht", sagt Urlauber Poblotzki.

"In den Norden wäre ich nicht gefahren. Zu gefährlich." Im Süden ein Quartier zu finden, sei nicht schwer. "Es gibt genug private Anbieter, und die Infrastruktur ist ausreichend. Die Menschen freuen sich unendlich über Touristen." Auf dem Land könne man getrost sein 5000-Euro-Rad unabgeschlossen stehen lassen und im Tante-Emma-Laden alles einkaufen, was man so braucht am Tag.

Poblotzkis Eindruck: "Die Stimmung ist entspannt und sonnig wie auf einer Ferieninsel. An der Südküste sieht es aus wie an der Côte d’Azur. Einfach wunderschön!"

Die heutige Situation der Krim-Bewohner bewerten die Heidelberger positiv. "Wir haben wirklich viel gesehen vor Ort und Menschen gesprochen. Die Russen pumpen da Geld rein ohne Ende", meinen sie. Überall werde gebaut, Straßen, Wohnungen, Krankenhäuser, Schulen und sogar Kirchen und Moscheen.

"Wir haben uns völlig frei bewegen können, es gab nur Freundlichkeit." Für eine bessere Verständigung haben die Deutschen vorab ein bisschen Russisch gelernt in der Heidelberger Volkshochschule, und die Freude war wohl beiderseits, wenn sie auf der Krim Menschen trafen, die Deutsch sprachen. "Das waren meist ehemalige Soldaten, die in der DDR stationiert waren."

Hilfreich ist neben einer gut organisierten Vorbereitung aber in jedem Fall auch Unterstützung vor Ort von Menschen, die Land und Leute kennen. Gut, dass es den Freundeskreis Heidelberg-Simferopol um deren Vorsitzende Magdalena Melter gibt. Denn trotz Krim-Konflikt versucht der Freundeskreis, die Kontakte mit der Heidelberger Partnerstadt zu pflegen - und half deshalb den Tandemradlern mit seinem Netzwerk.

"Nur so kann ich mir erklären, dass wir in Simferopol so freundlich empfangen wurden im Heidelberg-Zentrum", ist sich Ulrich Poblotzki sicher. Dort trafen sie einen weiteren Gast aus Deutschland, den ehemaligen Lehrer Detlef Zeiler. Er war unterwegs in Sachen Gegenwartsforschung zum Thema Zwangsarbeiter. Ihm gelangen mit Unterstützung des Freundeskreises zahlreiche Interviews mit Betroffenen.






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