Vom 31. Mai bis 3. Juni: Seerosentage im Mannheimer Luisenpark
Von Heike Warlich-Zink
Mannheim. Platz für einen ebenso hübschen wie erfrischend und exotisch anmutenden Wassergarten ist auf der kleinsten Terrasse: Mit dieser Botschaft wirbt Gärtnermeister Michael Müller von der Spezialgärtnerei Mywaterlily aus Neulußheim vom morgigen Donnerstag bis Sonntag, 31. Mai bis 3. Juni, bei den Seerosentage vor dem Pflanzenschauhaus im Luisenpark für Miniteiche mit farbenprächtigen Wasserlilien und dekorativen Stauden. "Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, die Pflanzen effektvoll im Bottich zu drapieren, wird den ganzen Sommer lang daran seine Freude haben", erklärte der Experte.
Wanne oder Becken dazu mit Wasser füllen, und zwei bis drei winterharte oder tropische Seerosen wie "Hermine", Purple Fantasy" oder "Foxfire" mit indischem Sumpfgras, Elefantenrohr oder Thalia kombinieren - schon ist der eigene Wassergarten fertig, der zugleich als ein in sich geschlossenes Biotop zum Paradies für Wasserinsekten und Vögel wird. Ganz ohne Technik und Umwälzpumpen, wie Müller betont. Die Kunst liege vielmehr im Arrangieren und Präsentieren der speziellen Pflanzkörbe. Jede Menge Anschauungsmaterial dazu wollen die Seerosentage mit ihren Schaubecken bieten.
Flankiert von den richtigen Pflegekniffen werden die exotischen Wasserlilien zu prachtvoller Blüte gebracht. Auch diese Experteninfos gibt es vier Tage lang gratis dazu. Doch elfenhaft zart und exotisch sie auch anmuten: Seerosen sind weitaus robuster als man denkt. "Sie können einiges ab", bestätigt Müller. Keine Scheu also vor der "Königin der Wasserpflanzen", die einen sonnigen Standort liebt, und die es in vielen winterharten Varianten gibt. Auch tropische Sorten wie die Indische Lotusblume können durchaus in unseren Gefilden gut durch die kalte Jahreszeit gebracht werden. Der Gärtnermeister und seine Frau Susanne Tigano-Müller werden sich bei den Seerosentagen auch als "Pflanzendoktoren" betätigen und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen, wen der lila blühende "Star of Sansibar" schwächelt oder die "Black Princess" so voluminös geworden ist, dass man sie fachgerecht teilen muss. Die Fans der eleganten Wasserschönheiten erfahren, dass Seerosen in die Breite wachsen - und das am liebsten ungestört. Fontänen und Springbrunnen in der Nähe mögen sie daher eher nicht. Das Wuchsverhalten der einzelnen Sorten ist dabei sehr unterschiedlich. Große Exemplare wurzeln gerne in einem Meter Wassertiefe und bedecken ausgewachsen über zwei Quadratmeter Wasserfläche. Kleine Sorten kommen dagegen mit 30 Zentimeter Tiefe aus und nehmen kaum mehr als einen halben Meter Fläche ein. Zwerg-Seerosen finden sogar im Miniteich ausreichend Ausbreitungsmöglichkeiten.
Info: Vorträge und Workshops im Rahmen der Seerosentage finden am Donnerstag und am Samstag um 11 Uhr, am Freitag und am Sonntag um 15 Uhr direkt an den Schaubecken statt. Wie Seerosen richtig geteilt werden, zeigen die Fachleute am Donnerstag und Samstag um 15 Uhr sowie am Freitag und Sonntag um 11 Uhr. Die Seerosentage sind im Parkeintritt enthalten.
