Buchen: Technische Störung brachte das Glockenspiel zum Schweigen
Buchen. (tra) In den Buchener Straßen und Gassen war es in letzter Zeit ruhiger als sonst. Melodien, die seit Sommer 2015 - damals wurden die Glocken des Buchener Glockenspiels zum ersten Mal angeschlagen - das Stadtbild prägen, fehlten. Stille statt harmonischer Töne war angesagt.
"Wir vermuten, dass es durch die Arbeiten, die eine Wartungsfirma an der Stadtturmuhr durchführte, zu einer Störung gekommen ist", berichtet Hubert Kieser, Technischer Dezernent der Stadt Buchen, im Gespräch mit der RNZ. "Die Wartungsfirma hat das Problem mittlerweile behoben, und seit letzter Woche funktioniert das Glockenspiel wieder."
Die Melodien werden vollautomatisch und computergesteuert abgespielt, und diese sensible Steuerung wurde, so vermutet man, durch die Reparaturarbeiten beeinträchtigt.
Das Glockenspiel, das im historischen Stadtturm hängt, besteht aus 24 Glocken. Zwei alte Glocken befanden sich bereits im Turm, die 22 weiteren wurden im Jahr 2015 in der weltbekannten Gießerei "Royal Eijsbouts" im niederländischen Asten gegossen. Sie sind aus hochwertiger Bronze.
Die Stadtverwaltung entschied sich damals, das Glockenspiel im Stadtturm unterzubringen, da sich der Klang von dort ungehindert in alle Richtungen ausbreiten kann.
Die 22 in Asten gegossenen Bronzeglocken sind sind hinsichtlich des Klangs genau auf die beiden alten Glocken angepasst, die sich bereits im Stadtturm befanden.
Abgestimmt auf die Jahreszeit, kann das Glockenspiel 50 verschiedene Melodien erklingen lassen, darunter auch die Buchener Faschenachts-Hymne "Kerl wach uff". In das Buchener Glockenspiel wurden rund 45.000 Euro investiert. Bei den Geldern handelt es sich ausschließlich um Spenden.
