Babyleiche im Pfingstweiher Mannheim: Weiterhin keine heiße Spur
Mannheim. (oka) Im Fall der Babyleiche, die ein Spaziergänger am 12. Januar im Pfingstbergweiher im Mannheimer Süden entdeckt hatte, ist die Polizei immer noch damit beschäftigt, die DNA-Proben auszuwerten. "Das wird auch noch eine Weile dauern", erklärte Polizeisprecher Norbert Schätzle auf Anfrage der RNZ.
900 Frauen aus den Stadtteilen Casterfeld, Mallau, Hochstätt und Pfingstberg im Alter zwischen 15 und 35 Jahre waren Anfang März aufgefordert worden, an einem Speichel-Test teilzunehmen. 400 haben eine Probe abgegeben. "Wir hatten gehofft, dass sich mehr Frauen bereit erklären, eine Speichelprobe abzugeben", so Schätzle. Jetzt kontaktiere man auch die restlichen 500 Frauen, um eine Speichelprobe von ihnen zu erhalten.
Bei bestimmten Verdachtsmomenten könne die Freiwilligkeit aufgehoben werden. Das sei zwar sehr aufwendig, gehöre jedoch zur Ermittlungsarbeit. Ob es einen erneuten Aufruf zu einem DNA-Test geben wird, dann mit einem erweiterten Radius bezüglich Wohnort und Alter, stehe derzeit noch nicht fest. Auch wann alle Proben ausgewertet sind, konnte Norbert Schätzle nicht sagen.
Bei dem toten Säugling handelt es sich um ein Mädchen. Die Obduktion hatte ergeben, dass das Kind lebendig geboren wurde und die Leiche bereits mehrere Tage im Wasser gelegen haben muss. Zuletzt hatte die Mannheimer Polizei vor etwa 15 Jahren zu einem solchen Test aufgerufen, nachdem eine Frau ermordet worden war. Die Ermittler hatten sich damals sich zu dem Schritt entschieden, weil bis jetzt keine heiße Spur existiert.
So ist es auch in diesem tragischen Fall. Umfangreiche Befragungen innerhalb der Bevölkerung, hatten keine brauchbaren Hinweise ergeben.
Info: Die Kriminalpolizei nimmt unter 0621/1 74 44 44 Hinweise entgegen.
