Hallenbad Dossenheim: Umbau bleibt im Kostenrahmen
Von Doris Weber
Dossenheim. "Insgesamt sind die Ergebnisse so, dass sie unter den Schätzpreisen bleiben", sagte Bürgermeister Hans Lorenz. Das sorgte im Gemeinderat für Erleichterung. In öffentlicher Sitzung hatten seine Mitglieder die nächsten fünf Aufträge für die Sanierung des Hallenbads zu vergeben. Für das gesamte Projekt rechnet die Gemeinde mit Kosten von drei Millionen Euro.
Die Situation war eindeutig. Dem Gemeinderat blieb gar nichts anderes übrig, als den jeweils günstigsten Anbieter mit der jeweiligen Baumaßnahme zu betrauen. Im Vorfeld hatte man um die Höhe der Ausschreibungsergebnisse und den daraus folgenden Auftragsvergaben angesichts voller Auftragsbücher bei den Firmen gebangt.
Aufträge im Volumen von 1,8 Millionen Euro waren bereits Ende Februar vergeben worden. In dieser Sitzung kamen weitere 333.000 Euro dazu. Das sind die Aufträge für das Abhängen der Decke, womit die Firma Akustika aus Wiesloch beauftragt wurde. Die Estricharbeiten übernimmt die Firma Rohrwick aus Westhofen. Die Tiefbauarbeiten für das Nahwärmenetz des Schul- und Sportzentrums werden von der Firma Walter Sailer aus Sandhausen ausgeführt. Die Heidelberger Firma Leonhard Rack übernimmt die Trockenbauarbeiten. Die Türanlagen stellt die Firma Mura Metallbau aus Viernheim her.
Lisa Zillmann, die als Energiebeauftragte seit geraumer Zeit im Fachbereich "Planung und Technik" beschäftigt ist, hatte die Sitzungsunterlage sorgfältig vorbereitet. In einer Gesamtübersicht hatte sie den Kostenschätzungen, die das Ingenieurbüro Bläß erarbeitet hatte, die eingegangenen Angebote gegenübergestellt. Außerdem hatte sie darin die Abweichungen der geprüften Angebote von den Schätzkosten ausgewiesen. Unterm Strich bleibt die Gemeinde aktuell 106.648, 48 Euro unter diesen Schätzkosten. Das sind bei einem bisherigen Auftragsvolumen von gut 2,1 Millionen Euro nicht einmal fünf Prozent Abweichung - und zwar im positiven Sinne für die Gemeindekasse. "Es ist wichtig für uns zu wissen, ob wir uns im Kostenrahmen bewegen", kommentierte Cornelia Wesch (Freie Wähler) die Zusammenstellung und das darin ausgewiesene Ergebnis.
Wie wichtig eine gewissenhafte Prüfung der Angebote ist, zeigte sich ebenfalls. Eine Firma hatte übersehen, eine mehrfach durchzuführende Arbeit auch entsprechend mehrfach zu berechnen. So erhöhte sich deren Angebot nach Prüfung schnell um knapp 68 Prozent. Ein gravierender Fehler, der Eugen Reinhard (FDP) unangenehm aufgefallen war. Renate Tokur (Grüne) wunderte sich generell über die Abweichung von Schätzkosten und den jeweils günstigsten Angeboten. Die bewegten sich bei den verschiedenen Gewerken nämlich zwischen einem vernachlässigbaren halben und stolzen 65 Prozent. Befriedigend erklärt werden konnten diese Unterschiede jedenfalls nicht.
Noch offen sind im Übrigen die Ausgaben für den Bau der Nahwärmeleitungen, für die Fliesen-, Putz-, Maler- und Schlosserarbeiten sowie die Ausgaben für die Umkleideschränke und Trennwände.
