Adler Mannheim: Arbeitsschuhe statt Party-Hut
Von Rainer Kundel
Mannheim. Mit dem in einer Achterbahnfahrt erkämpften 5:3-Erfolg vom Dienstagabend fehlt den Mannheimer Adlern noch ein Sieg gegen den ERC Ingolstadt, um sich für das Halbfinale um die deutsche Eishockeymeisterschaft (ab Gründonnerstag) zu qualifizieren. Die erste von drei Möglichkeiten dazu besteht am Freitag (19.30 Uhr) in der Saturn-Arena der Donaustadt. Sollten die Adler den Matchpuck nicht nutzen, gäbe es am kommenden Sonntag ein sechstes Spiel in Mannheim. Die exakte Zeit wird heute vorsorglich je nach Stand der übrigen Serien in Absprache mit den übertragenden TV-Sendern Sport1 und telekom.eishockey festgelegt.
Was sagen die Beteiligten zu den Wechselbädern aus Spiel vier, in dem die Hausherren einen 1:3-Rückstand ab der 38. Minute zum letztlich verdienten Sieg drehten?
Doug Shedden, Trainer ERC Ingolstadt: "Wir hatten einige Möglichkeiten, höher als mit zwei Toren in Führung zu gehen. Danach zeigten die Adler ein starkes Comeback, sie sind deshalb der verdiente Sieger. Im Playoff kann das Momentum schnell umschlagen".
Bill Stewart, Adler-Trainer: "Unser Beginn war zu abwartend, erst im zweiten Drittel haben wir auf den Körper gespielt und wurden geweckt. Mit den zwei Toren kurz vor der Pause waren wir wieder im Spiel, danach haben wir nicht mehr viel zugelassen. Wer denkt, diese Leistung reicht für Freitag ausreicht, täuscht sich. Der Party-Hut muss abbleiben, wir brauchen Arbeitsschuhe".
Thomas Larkin, offizieller Siegtorschütze: " Wir haben einen Weckruf gebraucht, sind aber umso stärker zurückgekommen. Unsere Absicht war es, viele Schüsse aufs Tor zu bringen und dafür zu sorgen, dass Pielmeier keine freie Sicht hat. Das ist aufgegangen".
Matthias Plachta, Schütze zum 5:3: "In der Kabine wurden nach den ersten 20 Minuten vom Trainer Anweisungen erteilt und wir haben gespurt."
Christoph Ullmann, Schütze zum 1:2: " Die Reaktion auf das erste Drittel zeigt, dass unser Charakter stimmt. In der Kabine gab es die klare Ansage, die Scheiben tief zu spielen und die Checks zu Ende zu fahren. Wir müssen am Freitag da beginnen, so wie wir am Dienstag aufgehört haben".
Garret Festerling, Schütze zum 3:3: "Wir haben uns nach einem schwachen Beginn zusammengerauft, jetzt sollten wir unseren Vorteil wir am Freitag gleich nutzen".
