Sanierung in Wiesloch: Pflaster in der Innenstadt wird erneuert
Wiesloch. (hds) Aus wenig viel machen, so lautet die Aufgabe der Verwaltung, wenn es darum geht, in diesem Jahr geeignete Projekte für Straßensanierungsmaßnahmen vorzuschlagen. Im Ausschuss für Technik und Umwelt wurde jetzt mit großer Mehrheit (eine Gegenstimme) beschlossen, 200.000 Euro für die Pflastererneuerung in den Bereichen Röhrbuckel, Röhrgasse und in Teilabschnitten der Pfarrstraße einzuplanen. "Leider stehen uns im diesjährigen Haushalt nicht mehr Mittel zur Verfügung, daher haben wir in unserem Vorschlag lediglich zwei Varianten aufgeführt", berichtete Anja Dahner von der Bauverwaltung. Die Alternative, die keine Mehrheit fand, wäre eine Sanierung der Parkstraße zwischen Waldstraße und Festplatz gewesen.
Insgesamt stehen 2018 rund 500.000 Euro für Sanierungsprojekte zur Verfügung, darin enthalten sind allerdings auch Kosten für Gehwegherstellung, den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen, die Verbesserung der Radwege-Infrastruktur und Gelder für Straßenplanungen. "Klar, 200.000 Euro sind nicht viel, zumal wir im Vorjahr mehr als das Doppelte für Erneuerungsmaßnahmen im Straßenbereich zur Verfügung hatten", so Anja Dahner.
Seitens der Ausschussmitglieder sprach man sich klar für die Arbeiten im innerstädtischen Bereich aus. "Wie sind für die Variante, am Röhrbuckel und in der Röhrgasse sowie in der Pfarrstraße aktiv zu werden, insbesondere im Hinblick auf Menschen, die dort mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind", argumentierte Katharina Ebbecke von den Grünen. Auch Stefan Seewöster, Fraktionsgemeinschaft WGF/AWL, Jutta Hilswicht (CDU) und Richard Ziehensack (SPD) sprachen sich klar dafür aus, die Attraktivität im innerstädtischen Bereich mit der Neupflasterung zu erhöhen.
Lediglich Michael Schindler (Freie Wähler) hatte sich in der Sitzung für die Sanierung der Parkstraße starkgemacht. Seewöster mahnte zudem an, künftig auch ein Augenmerk auf anstehende Maßnahmen in den Stadtteilen zu richten. "Da haben wir allerdings schon einiges getan", erwiderte Anja Dahner, jedoch sei es aufgrund der begrenzten Mittel nicht realistisch, in jedem Jahr im gesamten Stadtgebiet aktiv zu werden. Sie verwies auf die Tatsache, dass die derzeitigen Mittel nicht ausreichten, um das etwa 120 Kilometer lange städtische Straßennetz, dessen Zustand sich in den zurückliegenden Jahren stets verschlechtert habe, grundlegend zu sanieren. "Wir können daher nur einzelne Maßnahmen herausgreifen."
Klaus Deschner (CDU) machte auf Zustände in der Walldorfer Straße aufmerksam. Gerade bei Regen habe man in den zurückliegenden Wochen mehrfach beobachten können, dass es dort im Abschnitt zwischen den Gebäuden der Stadtwerke und der Einfahrt zu Rewe häufig zu Überflutungen gekommen sei. "Das war wegen des Aquaplanings gefährlich für die Autofahrer und unangenehm für die Fußgänger, die dort unfreiwillig ’geduscht’ wurden", so Deschner. "Wir haben dort seit Jahren bereits das Problem einer wirkungsvollen Entwässerung der Fahrbahn", räumte Anja Dahner ein. Auch die Fahrbahn habe gelitten, die Spurrillen hätten sich vertieft. "Wir schauen uns das mal an, um punktuell eine Verbesserung erreichen zu können", versprach sie. Zudem will man sich mit der Straßenverkehrsbehörde in Verbindung setzen, um Warnhinweise anzubringen.
