Überraschung am Bahnsteig: RNZ-Gewinner der Paris-Verlosung kannten sich
Von Gabriele Booth
Mannheim/Waldbrunn. Die Familie Hilgendorf aus Waldbrunn hatte nicht nur Glück bei der Paris-Verlosung der RheinNeckar-Zeitung. Bei der Fahrt in die französische Metropole erlebte sie weitere positive Überraschungen.
In ihrer ersten Wochenendausgabe des neuen Jahres berichtete die RNZ über die positive Entwicklung im deutsch-französischen Bahnverkehr. In diesem Zusammenhang wurden drei mal zwei Tickets für eine Paris-Fahrt verlost. Über 1600 RNZ-Leser wollten die Tagesfahrt in die französische Metropole erleben. Solche Kurztrips sind vom Hauptbahnhof Mannheim aus möglich. Mit Begleitung des mehrsprachigen Bordpersonals morgens mit dem ICE hin, abends mit dem ICE oder dem französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV zurück. Drei Ehepaare freuten sich über ihren Gewinn. Darunter Johannes und Waltraud Hilgendorf aus Waldbrunn.
Am 13. Januar stand also Paris in ihrem Kalender. Morgens um 6.10 Uhr fuhren die Hilgendorfs mit der S-Bahn von Eberbach nach Mannheim. Dort warteten sie auf den ICE aus Frankfurt mit dem Ziel Paris. Das Paar vom Katzenbuckel war gespannt auf den ungewöhnlichen Tagesausflug. Und es sollte noch besser kommen. Auf dem Bahnsteig kam ihnen ein Ehepaar aus Billigheim-Allfeld entgegen, das sie gut kennen. "Was, ihr fahrt auch nach Paris?": Die Verblüffung war groß. Wie es der Zufall wollte, hatten die Freunde ebenfalls das Glückslos gezogen. Als die Vier im ICE auf die Abfahrt um 7.38 Uhr warteten, gesellten sich auch die dritten Gewinner dazu - ein Ehepaar aus Schriesheim. Man kam schnell ins Gespräch. Es wurden Verbindungen unter den drei Ehepaaren aus dem Berufsleben, der Schule, der Freizeit und den sportlichen Aktivitäten festgestellt.
"Das war eine ganz außergewöhnliche Begebenheit, die für alle sehr spannend und interessant war", schilderte Johannes Hilgendorf gegenüber der RNZ seine Eindrücke. Nach drei Stunden waren die drei Gewinnerehepaare aus der Metropolregion im Gare de l’Est in Paris angekommen und zogen getrennt los: Zum Arc de Triomphe, zum Centre Pompidou, Notre Dame und zum Friedhof Père Lachaise, wo Johannes Hilgendorf, in jungen Jahren ein Fan der Band "The Doors", das Grab von Jim Morrison aufsuchte.
Um 19.06 Uhr wartete im Sackbahnhof Gare de l’Est schon der TGV nach Mannheim. Als sich die drei Ehepaare niederließen, gesellte sich ein Ehepaar aus dem Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim hinzu. Jener Stadtteil, wo die Familie Hilgendorf lebte und arbeitete, bevor sie sich in Waldbrunn niederließ. Auf der Rückfahrt hatten die Hessen also genug Stoff für weitere Gespräche.
"So viele Zufälle an einem Tag, das erlebe ich nicht noch einmal", bedankte sich der 70-jährige Johannes Hilgendorf bei RNZ und Deutscher Bahn - immer noch beeindruckt von dem "Supertag".
