Höpfingen: "Grünes Licht" für weitere Schafbeweidung
Höpfingen. (WB) Der Obst- und Gartenbauverein widmet sich der Frage, wie man die in die Jahre gekommene ehemalige Zwetschgenanlage umstrukturieren kann, um die einst über Jahrzehnte gepflegte intensive Obstbaukultur in den Status einer weniger pflegebedürftigen extensiven Obstkultur zu überführen. Alle Beteiligten hatten sich im vergangenen Jahr darauf geeinigt, das Gras mithilfe einer Schafbeweidung des Wanderschäfers Karlheinz Neugebauer zu pflegen. Nun zogen die Grundstücksbesitzer und der Wanderschäfer ein positives erstes Fazit.
Als Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Höpfingen begrüßte Andreas Fürst die zahlreich erschienenen Teilnehmer der Veranstaltung, darunter Bürgermeister Adalbert Hauck, Wanderschäfer Karlheinz Neugebauer mit Sohn und Eva Lutz vom Landschafts-Erhaltungs-Verband (LEV). Fürst gab bekannt, dass fast alle Eigentümer der Schafbeweidungsflächen erfreulich positive Rückmeldungen erstatteten, die für alle Partner ein Art Win-Win-Projekt darstelle.
Zunächst erinnerte Eva Lutz vom LEV daran, dass der Obst- und Gartenbauverein in den Vorjahren bereits einige gemeinsame Projekte mit dem LEV erfolgreich absolvierte - so unter anderem Baumschnittkurse und Neuanlagen im Streuobstbau. Sie informierte darüber, dass für 2018 ein sogenannter Landschaftsvertrag zwischen Wanderschäfer Neugebauer und dem LEV für fünf Jahre vorbereitet werde, an dem sich die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins freiwillig beteiligen können. Keiner sei jedoch verpflichtet, den Vertrag volle fünf Jahre einzuhalten, betonte Lutz. Man könne jährlich nach gegenseitiger Vereinbarung austreten. Wichtig bei der Nutzung von Grünlandflächen durch Wanderschäfer seien verbindliche Absprachen und die Wahrung der gegenseitigen Interessen.
Über positive Erfahrungen im Vorjahr äußerten sich die anwesenden Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins, negative Beurteilungen waren nicht wahrzunehmen - weder von den Grundstücksbesitzern noch von Wanderschäfer Neugebauer. Die erste Schafbeweidung für 2018 sei etwa Ende Mai, Anfang Juni geplant, so Andreas Fürst. Wann die zweite Beweidung vorgesehen ist, könne man noch nicht voraussagen. Selbstverständlich könne man nach getroffenen Vereinbarungen auch bestimmte Flurteile behutsam bewirtschaften.
Bürgermeister Adalbert Hauck war es ein besonderes Anliegen, allen Beteiligten dieser geplanten Schafbeweidung für das vertrauensvolle Miteinander zu danken. Es sei der Gemeinde eine stete Herausforderung, die ehemalige Zwetschgenanlage auch als einstiges tragendes Kulturobjekt ehrenvoll in Erinnerung zu erhalten. Andreas Fürst bedankte sich bei allen Anwesenden für die jederzeit konstruktive Zusammenarbeit.
