Seckach: Bürgermeister reichte seine Bewerbung offiziell ein
Seckach. (rnz/joc) Seckachs Bürgermeister Thomas Ludwig hat - wie bereits im Juli im Gemeinderat öffentlich angekündigt - unmittelbar nach Beginn der Ausschreibung seine Bewerbung für die Bürgermeisterwahl am 11. März abgegeben. Dies bestätigte der Diplom-Verwaltungswirt (FH) jetzt auf Anfrage der RNZ. Der 52-jährige Amtsinhaber, unter dem die Gemeinde Seckach in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung erlebt hat, strebt damit seine dritte Amtszeit in seiner Heimatgemeinde Seckach an.
"Meine Aufgabe als Bürgermeister meiner Heimatgemeinde Seckach hat mir auch in den vergangenen acht Jahren sehr viel Freude und Erfüllung bereitet, denn gemeinsam mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und der gesamten Bürgerschaft wurde wieder eine beachtliche Zahl richtungweisender Vorhaben in die Tat umgesetzt, die unser Gemeinwesen spürbar nach vorne gebracht haben." Die Infrastruktur sei noch moderner geworden und das bürgerschaftliche Engagement konnte weiterentwickelt werden. Beispielhaft erwähnt Thomas Ludwig im Gespräch mit der RNZ zuvorderst die Stadtsanierung "Ortsmitte Seckach II", die Neuordnung der Wasserversorgung für die Gesamtgemeinde und den Breitbandausbau. "Diese drei Projekte haben sich wie ein roter Faden durch die gesamte achtjährige Wahlperiode gezogen und sind für die Gemeindeentwicklung ebenso Meilensteine wie die vollständige Umsetzung des Fahrzeugbeschaffungskonzeptes bei der Freiwilligen Feuerwehr oder die Sanierung und Weiterentwicklung der Seckachtalschule".
Überhaupt habe die Bedeutung des Sektors "Bildung und Betreuung" in den vergangenen 16 Jahren stetig zugenommen, was man aktuell auch am Grundsatzbeschluss zum Neubau einer Kindertagesstätte im Ortsteil Seckach erkennen kann. "Bis vor einem Jahr hätte ich im Traum nicht daran gedacht, dass sich Seckach einmal eine solche Chance bieten würde" bekennt der Bürgermeister freimütig. "Unsere Gesellschaft und ihre Bedürfnisse verändern sich ständig und alles spielt sich bei uns in den Gemeinden ab", resümiert Ludwig. "Ich sehe mich als erster Diener der Gemeinde, der das vom Souverän nur auf Zeit verliehene Amt des Bürgermeisters stets mit aller Kraft zum Wohle der Gemeinschaft ausüben möchte."
Große Veränderungen brachte auch die Flüchtlingswelle der Jahre 2014 bis 2016 mit sich. "Die Unterbringung und die Integration von Flüchtlingen wird auch den kleinen Kommunen als Daueraufgabe erhalten bleiben" prognostiziert Ludwig und deswegen sei es besonders wichtig, dass vor Ort die entsprechenden Strukturen vorhanden seien. Doch freilich meint er damit nicht nur den erforderlichen Wohnraum, sondern auch das soziale Miteinander. Gerade in Seckach gebe es ein überdurchschnittliches ehrenamtliches Engagement in Vereinen, Gruppen und Organisationen. "Mit dem vor zehn Jahren gestarteten Lokale-Agenda-21-Prozess haben wir frühzeitig dem demografischen Wandel Rechnung getragen. Die hierdurch entstandenen Angebote ergänzen die klassischen Aufgabenfelder der Vereine sinnvoll, indem sie neue zentrale Bedürfnisse vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger abdecken, so z.B. der Fahrdienst und der Verein "ZEITBANKplus" die Bereiche Mobilität und Nachbarschaftshilfe." Durch diese und viele weitere Projekte seien die Strukturen und Mechanismen der bürgerschaftlichen Beteiligung heute in der Gemeinde Seckach sehr gut verankert, was sich auch anhand weiterer erfolgreicher Vorhaben wie z.B. dem Bürgerprojekt "Wasserschloss Großeicholzheim", dem Nahwärmenetz der Bürger-Energie Großeicholzheim eG, dem Dorftreff "Am Lindenbaum" in Zimmern oder eben dem mustergültig agierenden Arbeitskreis "Flüchtlingsbegleitung" belegen lässt. Gerade hier sei der Gemeinde Seckach wieder einmal ihre besondere Bevölkerungszusammensetzung zugute gekommen, denn erst durch die Summe der Talente der alteingesessenen Bewohner und der vielen Zugezogenen konnte sich Seckach nach 1945 zu dem entwickeln, was es bis heute geworden ist. "Der Slogan "Seckach verbindet" im Gemeindelogo hat heute mehr denn je seine Berechtigung. Die neue Amtsperiode möchte Bürgermeister Ludwig denn auch dazu nutzen, dem Agenda-Prozess mit neuen Ideen neuen Schwung zu verleihen und damit das Zusammengehörigkeitsgefühl noch mehr zu stärken. "Mal sehen, von welchen Angeboten sich die Bürgerinnen und Bürger dann ansprechen lassen, aber Projektideen gibt es jedenfalls zur Genüge".
Und: "Die zukünftigen Herausforderungen werden noch anspruchsvoller" ist sich Thomas Ludwig sicher. "In einer immer globaleren Welt mit ihrer digitalen Vernetzung und Beschleunigung müssen gerade wir in den kleinen Gemeinden unser Augenmerk darauf richten, dass die persönliche Atmosphäre erhalten bleibt." Gleichzeitig darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass sich der "Wettbewerb um Menschen" weiter verschärfen wird. Der Erhalt und die zielgerichtete Weiterentwicklung einer attraktiven Infrastruktur sei deswegen die Basis allen Schaffens. "Wohnbauplätze gehören hier ebenso dazu wie eine gute Anbindung an Straße und Schiene". Auch unter diesen Aspekten sei Seckach bestens aufgestellt, "aber wir dürfen die Hände nicht in den Schoß legen."
Auch im wirtschaftlichen Bereich sieht Bürgermeister Ludwig die Gemeinde Seckach auf einem guten Weg: "Unsere Finanzen sind geordnet und wir leisten uns außer dem Hallenbad keine größeren Freiwilligkeitsleistungen." Außerdem seien die vergangenen Jahre zum konsequenten Schuldenabbau verwendet worden. "Nach 2003 haben wir im Kernhaushalt keinen einzigen Euro an Krediten mehr aufgenommen", betont das Gemeindeoberhaupt nicht ohne Stolz.
Garant für eine gute Weiterentwicklung Seckachs ist für den Teamplayer Thomas Ludwig ein konstruktives und harmonisches Zusammenwirken mit allen am Entscheidungsprozess in einer Gemeinde Beteiligten. "Und da möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass wir auch in den nächsten acht Jahren weise und richtungsweisende Entscheidungen zum Wohle der Gesamtgemeinde Seckach treffen!"
