Mühlhausen: "Im Miteinander die Zukunft der Gemeinde gestalten"
Mühlhausen. (rka) Zum traditionellen Neujahrempfang hatte Bürgermeister Jens Spanberger die Mühlhausener ins Bürgerhaus eingeladen. Hier wurden sie durch Marschmusik des Musikverein-Orchesters unter der Leitung von Dominik M. Koch begrüßt. "Unsere Gemeinde lebt von den Menschen, die hier wohnen", betonte Bürgermeisterstellvertreter Hans-Josef Hotz eingangs, um dann allen Dank abzustatten, die sich ehrenamtlich engagieren.
Martin Jäger, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, hatte sich eigens von der Schwäbischen Alb nach Mühlhausen aufgemacht, um den in Berlin weilenden Innenminister Thomas Strobl zu vertreten. Jäger warb um Verständnis für die Absage des Ministers, denn dieses Land brauche endlich eine stabile Regierung, nachdem in der Landespolitik die Zusammenarbeit zwischen Schwarz und Grün doch recht gut funktioniere. Anschließend trug sich der Staatssekretär ins Goldene Buch der Gemeinde Mühlhausen ein.
Bürgermeister Jens Spanberger nahm den Neujahrsempfang zum Anlass, vor der Bürgerschaft Bilanz zu ziehen und die Ziele fürs neue Jahr abzustecken. Für ihn war das Jahr 2017 mit Blick auf die Gemeinde ein "abwechslungsreiches und erfolgreiches Jahr", in dem man Vieles erreicht, das aber auch noch etliche Aufgaben hinterlassen habe. Ständig im Fokus der Gemeinde steht nach den Worten des Bürgermeisters die Kinderbetreuung. Bei der Kraichgauschule richte sich die Perspektive ganz auf die Entwicklung eines Schulraumkonzepts für die Gemeinschaftsschule. "Ein starkes Stück an Attraktivität und Lebensqualität" verspricht sich Mühlhausens Rathauschef durch die Umgestaltung des Angelbachs, und dies in zweifacher Hinsicht: Zum einen sorgten die umfangreichen Maßnahmen für einen "zukunftsfähigen Hochwasserschutz", zum anderen sei der naturnahe Ausbau ein weiterer Baustein für eine "attraktive Dorfmitte" . Mit einem Bürgerfest soll die Fertigstellung des Bachausbaus im Juli gefeiert werden. Als "besondere Herausforderung für Gemeinde und Einwohner" bezeichnete der Bürgermeister die weitere Sanierung und Neugestaltung der Hauptstraße.
Auch in den Ortsteilen will man Jens Spanberger zufolge investieren. So stehen in Rettigheim die Sanierung des Friedhofs und die Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts für die Gemeinde an. Die Tairnbacher Feuerwehr dagegen wartet dringend auf ein neues Löschgruppenfahrzeug. Rückblickend, so der Bürgermeister, habe man "kräftig in die Feuerwehr und damit in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger" investiert. So bekam die Feuerwehrabteilung Tairnbach und mit ihr die Gesamtfeuerwehr eine neue Feuerwehrgerätehalle und die Abteilung Rettigheim einen rundum erneuerten Unterrichts- und Gemeinschaftsraum.
Bei all diesen baulichen Aktivitäten wollte der Rathauschef aber auch diejenigen nicht vergessen, die für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde Sorge tragen: die zahlreichen Ehrenamtlichen in den Gruppen und Vereinen, in der Freiwilligen Feuerwehr, beim Roten Kreuz, bei der Betreuung der Flüchtlinge. Gerade die Vereine und Gruppen seien im Dorf ganz wichtige Einrichtungen, die einen hervorragenden Beitrag leisteten, damit sich die Bürger wohlfühlen und sich mit ihrer Gemeinde identifizieren könnten. Zum Abschluss seiner Rede rief Jens Spanberger Bürger, Gemeinderat und Verwaltung dazu auf, "in einem Miteinander die Zukunft der Gemeinde zu gestalten". Mit dem "Badnerlied", musikalisch begleitet vom Orchester des Musikvereins, endete der offizielle Teil des Neujahrsempfangs.
