Bürgermeisterwahl in Hüffenhardt: Ein Kandidat aus der Mitte der Bürgerinitiative
Hüffenhardt. Zu jeder Wahl gehört eine Auswahl, findet Armin Hagendorn. Und daher kandidiert der 51-jährige Diplom-Verwaltungswirt, derzeit im Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg (u. a. mit Schulrecht) beschäftigt, bei der Bürgermeisterwahl in Hüffenhardt (14. Januar). Im Falle seiner Wahl würde Hagendorn, der verheiratet ist und einen Sohn hat, "manches anders angehen" wollen als dies in den vergangenen Jahren der Fall war.
Seit 2011 im Ortsteil Kälbertshausen wohnhaft, hat der gebürtige Berliner durch sein Engagement in der Bürgerinitiative "Pro Lebensraum Großer Wald" e.V. Einblick in die örtliche Kommunalpolitik bekommen. Seither findet er, "dass man einiges besser machen könnte an der Spitze dieser Gemeindeverwaltung".
Dabei gehe es längst nicht nur um das bloße Verwalten einer Gemeinde, findet Hagendorn. Vielmehr sei aktives Gestalten gefragt, das Entwickeln von Ideen, Visionen und realistischen Perspektiven: "Aber nicht hinter verschlossenen Rathaustüren oder über die Bedürfnisse der Menschen hinweg, sondern offen, transparent und möglichst gemeinsam mit den Bürgern." Den Bürgerentscheid zur Windkraft wertet Hagendorn als Indiz, dass die Verwaltungsspitze die Anliegen der Bürger nicht wirklich wahrgenommen hat.
So er zum Bürgermeister gewählt wird, will er den Gemeinderat keine derart grundlegenden Entscheidungen mehr fällen lassen, ohne die Bevölkerung zu Wort kommen zu lassen. "Wenn unseren Gemeinderäten bewusst ist, wie die Bürgerschaft zu Vorhaben steht, tun sie sich mit Beschlüssen wesentlich leichter". Der Verwaltungsfachmann (Armin Hagendorn arbeitete auch schon in den Rathäusern Mosbach und Heilbronn) will den Bürgervertretern immer erst verlässliche Entscheidungsgrundlagen verschaffen, etwa auch durch Bürgerversammlungen.
"Ich möchte allen Bürgern ein gleichermaßen guter, neutraler, unvoreingenommener Ansprechpartner werden", sagt der parteilose Hagendorn. Sein Engagement in der BI "Pro Lebensraum Großer Wald" will er im Falle seiner Wahl beenden, aktuell ruht sein Vorsitz.
