Straßburg (dpa) - Gut zwei Jahre nach dem tödlichen Bahnunglück im Elsass hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen die staatliche Bahngesellschaft SNCF eröffnet. Dabei gehe es um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung, berichtete die französische Nachrichtagentur AFP am Donnerstag unter Berufung auf Justizkreise. Bei dem Unglück starben elf Menschen, Dutzende wurden verletzt - darunter auch Kinder.Bei einer Testfahrt auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Straßburg und Paris war im November 2015 ein TGV in einer Kurve entgleist. Mehrere Waggons stürzten bei Eckwersheim nicht weit von der deutschen Grenze entfernt von einer Brücke in einen Kanal. Der Grund war vermutlich überhöhte Geschwindigkeit.Bereits seit dem vergangenen Jahr gibt es laut früheren Medienberichten Verfahren gegen drei Beschuldigte. Auch ein SNCF-Tochterunternehmen, das für Bahntests verantwortlich ist, ist demnach mit einem Verfahren konfrontiert.