Berlin (dpa) - Die SPD hat ihr Team für die Sondierungsgespräche mit der Union erweitert: Carsten Schneider, der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, ist auch mit an Bord. Das sagte er der «Thüringer Allgemeinen» (Freitag). Damit loten SPD, CDU und CSU nun mit jeweils 13 Politikern die Möglichkeiten einer Regierungsbildung aus. Wie die SPD hat auch die CDU ursprünglich nur zwölf Sondierer genannt, inzwischen aber einen nachnominiert: den Staatsminister im Kanzleramt, Helge Braun.Der Thüringer Schneider sagte der Zeitung, er wolle «ganz besonders auf die Berücksichtigung der Situation in Ostdeutschlands achten». Dies habe in den gescheiterten Jamaika-Koalitionsgesprächen der Union mit Grünen und FDP keine Rolle gespielt.Die Sondierungen beginnen am 7. Januar und sollen am 12. Januar abgeschlossen sein. Für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen braucht die SPD-Spitze die Zustimmung eines Parteitags, der am 21. Januar in Bonn stattfindet. SPD-Chef Martin Schulz beharrt darauf, dass die Parteien nicht nur über eine erneute große Koalition, sondern auch über andere Formen der Zusammenarbeit sprecheb. Die CDU-Chefin, Kanzlerin Angela Merkel, hat klar gemacht, dass sie nur über eine stabile Regierung verhandeln will - und damit über eine große Koalition.