Potsdam (dpa) - Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat eine Verordnung unterzeichnet, die den Abschuss von aggressiven oder anderen problematischen Wölfen regelt. Nach Ministeriumsangaben ist dies die erste landesweite Wolfsverordnung in Deutschland. Sie soll Anfang 2018 in Kraft treten. «Diese Verordnung regelt den Umgang mit Wölfen im Spannungsfeld zwischen dem Schutzstatus der Tiere und dem Schutzbedürfnis der Menschen sowie der Nutztierhalter», sagte Vogelsänger am Donnerstag. Danach ist ein Abschuss der Raubtiere als letztes Mittel erlaubt, wenn andere Maßnahmen wie Verscheuchen oder Schutzzäune keinen Erfolg bringen.Im Bundesnaturschutzgesetz ist festgelegt, dass der Wolf als geschützte Art nicht erschossen werden darf. Es lässt jedoch Ausnahmen zu. Dazu zähle etwa unter bestimmten Bedingungen ein Problemwolf, der ganze Herden reiße, sagte der Sprecher des Bundesumweltministeriums Andreas Kübler. Auch wenn ein Wolf dem Menschen zu nahe kommen, könne er im Extremfall erschossen werden. Wie das geschehe und wer das genau dürfe, müssten die Bundesländer wie jetzt Brandenburg regeln.