Frauen-Fußball: Minus bei Bundesligisten wächst
Der Fußball der Frauen boomt - aber Kennzahlen des DFB zeigen auch die Probleme deutlich auf. Und: Bei den Zuschauerzahlen geht es nicht voran. Trotz steigender Einnahmen bleibt die Frauen-Bundesliga ein Zuschussgeschäft. In der vergangenen Saison 2024/25 haben die damals noch zwölf Clubs im Schnitt 3,6 Millionen Euro eingenommen, wie der Deutsche Fußball-Bund in seinem Saisonbericht vermeldete. Dem standen aber Ausgaben von 5,8 Millionen Euro gegenüber. Am Tropf der Männer-Proficlubs In der Spielzeit davor machten Vereine durchschnittlich ein Minus von 1,9 Millionen Euro, jetzt sind es 2,2 Millionen Euro. Damit hängen die Clubs mehr denn je am Tropf der Männer-Lizenzvereine, die die Bilanzen ausgleichen. Der DFB sieht dies als "wachsendes und zunehmend intensives Engagement der Lizenzvereine im Frauenfußball" und die Verluste "als strategische Investition". Die SGS Essen ist derzeit der einzige verbliebene reine Frauen-Verein im Oberhaus. Die Gesamterträge sind dem DFB-Bericht nach auf über 43 Millionen Euro gestiegen, fast 36 Prozent mehr als 2023/24. In die Zahlen flossen auch die Einnahmen aus der Champions League und aus dem DFB-Pokal. Im Schnitt verdient eine Bundesliga-Spielerin 4.500 Euro Seit dieser Saison ist die Bundesliga auf 14 Vereine aufgestockt worden. Die Liga möchte sich für die Zukunft neu aufstellen und die Entwicklung schneller vorantreiben. Deshalb wurde im Dezember ein Ligaverband gegründet. Die mit dem DFB ursprünglich gemeinsam geplante GmbH kam aber nicht zustande. In einer Arbeitsgruppe wird derzeit beraten, wie es weitergeht. Eine Bestrebung ist, ein Grundgehalt für die Spielerinnen einzuführen - von den derzeitigen Einnahmen können manche von ihnen nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten. Immerhin ist das monatliche Gehalt von durchschnittlich 4.000 auf rund 4.500 Euro gestiegen. 2.692 Besucher pro Spiel im Stadion Entgegen dem Boom im Frauenfußball in vielen Bereichen sank aber die Zuschauerzahl der Bundesliga im Vergleich zu den beiden Spielzeiten davor: Im Schnitt kamen 2.692 Besucher in die Stadien. Die 32 Free-TV-Spiele verfolgten durchschnittlich 370.000 Zuschauer, wobei das Spitzenspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und FC Bayern 1,87 Millionen Besucher hatte. Die Zuschauerzahlen bei den kostenpflichtigen Streamingplattformen MagentaSport und DAZN sind durchschnittlich um sieben Prozent gestiegen.
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